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Unterwössen feierte rauschende Ballnacht

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Was für ein Anblick: Die Debütantenpaare bei ihrem Einzug. (Foto: Flug)

Unterwössen – Wochenlang hat der Unterwössner Trachtenverein »D' Achentaler« auf die Neuauflage seines Wössner Opernballs aus dem Jahr 2011 hingearbeitet. Am Unsinnigen Donnerstag erlebten Gäste aus dem ganzen Achental eine rauschende Ballnacht, die bis in den frühen Morgen dauerte. Ein üppiges Programm ließ ihnen kaum Zeit zum Durchschnaufen.


Nicht wiederzuerkennen war die große Schwimmhalle des alten Bads, die die Trachtler in stundenlanger Arbeit in einen Ballsaal verwandelt hatten. Mit einem Glas Sekt, das sie zur Begrüßung bekommen hatten, standen die Gäste in kleinen Gruppen beieinander, bestaunten die Örtlichkeit oder suchten ihre reservierten Plätze.

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Pünktlich um acht Uhr eröffnete die Frasdorfer Geigenmusi den Abend. Trachtenvorstand Otto Dufter zeigte sich bei der Begrüßung erleichtert, dass alles gerichtet war: »Die Idee ist das eine, die Umsetzung etwas völlig anderes«, sagte er. Durch den weiteren Abend führte als Moderator Marc Schmuck, 2011 noch Debütant des ersten Wössner Opernballs.

Auf den Einzug der diesmaligen Debütanten mussten die Gäste heuer etwas warten. Langeweile kam dennoch nicht auf, denn die Ballettschule Schubert begeisterte mit klassischem und modernem Ballett. Sogar einige Solistinnen wie Jana Götze aus Grassau taten sich hervor. Und dann gab es noch eine echte Überraschung: Die gebürtige Unterwössnerin Laura Winbeck gab die Adele aus der »Fledermaus« und sang »Mein Herr Marquis«. Für diese besondere Leistung erhielten sie und ihre Klavierbegleitung Beatrice von Kutzschenbach großen Beifall.

Dann war es endlich soweit. 14 Debütantenpaare zogen in den Ballsaal ein, die Debütantinnen in festlicher weißer Abendgarderobe, eine rote Rose am rechten Handgelenk, funkelnde Diademe auf dem Kopf. Von den Debütanten im Smoking wurden sie durch einen wunderschönen Reigen geführt, der im Walzer endete. »Alles Walzer« hieß es dann von Otto Dufter und, Sekunden später war die große Tanzfläche voller Tänzer, gekleidet in festliche, glitzernde Abendroben. Alle drehten sich im Kreis zu »Wiener Blut«. Und auch die Debütanten aus dem Jahr 2011 zeigten, dass sie den Walzer bis heute nicht verlernt haben.

Nach einigen Tanzreihen übernahm die Big Band »Teachers Groove«. Sie brachte ein umfassendes Angebot rund um die Standardtänze, und das Publikum ließ sich nicht bitten. Die Tanzfläche war die ganze Zeit gut gefüllt, und die Tänzer bewegten sich geschickt zu Mambo, Cha-Cha-Cha oder Bossanova. »Blue Moon«, »Summertime« und andere Standards erklangen, und immer wieder tat sich der Sänger der Big Band, Tobias Heinz, hervor.

Besonderen Beifall bekamen »The three D's«, drei junge Sängerinnen aus Übersee-Feldwies und Wildenwart, für ihren Gesang im Stil der »Andrew Sisters«. In der Bar, der ursprünglichen Gaststube des Restaurants zum Kamin, betätigte sich zu späterer Stunde Felix Frank als DJ.

Helfer des Trachtenvereins und das Team des Restaurants »Lickei« bewirteten die Gäste. Die meistgeorderte Speise war der extra für diesen Abend kreierte Opernballteller. lukk

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