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Unterstützung beim »Klassenmusizieren«

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Bei der Spendenübergabe (von links): VdK-Ortsvorsitzende Annelie Gromoll, Patrick Pföß, VdK-Kassierin Uschi Schreiber und Bürgermeister Martin Hobmaier. (Foto: Mergenthal)

Inzell. Ein neues Projekt der Sing- und Musikschule Inzell in Kooperation mit der Grundschule Inzell startet am Samstag: das sogenannte »Klassenmusizieren«. Damit hier auch Kinder aus sozial schwächeren Familien mitmachen können, spendete der VdK Inzell den Erlös des »Geselligen Nachmittags«, insgesamt 700 Euro.


Bereits 20 Schüler haben sich für das »Klassenmusizieren« an der Grundschule Inzell angemeldet. Alle Kinder der ersten bis vierten Jahrgangsstufe können sich auf freiwilliger Basis für eine von zwei Instrumentalklassen entscheiden, vergleichbar mit einem Wahlfach: die Streicherklasse oder die Bläserklasse. »Wir wollen versuchen, von vornherein zweigleisig zu fahren«, erklärt Stellvertretender Musikschulleiter Patrick Pföß. Das Interesse an Streich- und Blasinstrumenten sei etwa gleich groß.

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Das Vorbild für das neue Inzeller Angebot ist die Siegsdorfer Schule: Dort leitet der schulische Musiklehrer Silvester Dufter das Klassenmusizieren, das in Siegsdorf für die dritte und vierte Klasse angeboten wird. Ergänzend übernimmt die Cajetan-Adlgasser-Musikschule Inzell dort den fachspezifischen Unterricht in Kleingruppen.

In Inzell hingegen findet das gesamte Projekt unter Regie der Musikschule statt. Konkret läuft das folgendermaßen ab: Die Schüler werden auf den Instrumenten in der Großgruppe im Rahmen der schulischen Musikstunden am Vormittag unterrichtet. Die beiden Großgruppen werden von Patrick Pföß (Bläser) und Sabine Kübler (Streicher) angeleitet. Die fachspezifische Betreuung in Kleingruppen, zum Beispiel nur Querflöten oder nur hohes Blech, übernehmen einzelne Musiklehrer im Anschluss an den Schulunterricht.

»Unser Ziel ist, die Kinder ans Instrument heranzuführen. Musizieren verbessert auch die Lernfähigkeit und ist wichtig für das Gruppengefühl«, erläuterte Pföß. Da die Gemeinde Inzell und der Musikschul-Förderverein einen Teil der Kosten übernehmen, genügt ein Elternbeitrag von zwölf Euro pro Monat und Kind. Zusätzlich müssen die Eltern ein Instrument ausleihen. Die Spende von 700 Euro soll Familien helfen, denen diese Kosten immer noch zu hoch sind.

An jedem Seniorennachmittag, der im Wechsel von verschiedenen Vereinen betreut und vom VdK organisiert wird, geben die Teilnehmer eine freiwillige Spende für Kaffee und Kuchen in ein Körberl. Das Geld, das nach Abzug der Unkosten bleibt, fließt jedes Jahr einem guten Zweck zu.

Bürgermeister Martin Hobmaier zeigte sich bei der Spendenübergabe vor etwa 50 Besuchern erfreut über das neue Angebot der Musikschule, das deren Qualität und Bandbreite nochmal erhöhe. Jungen Leuten, die ein Instrument spielen, sei es nicht langweilig, und sie hätten eine Aufgabe.

Was Jugendliche durch soliden Musikunterricht lernen können, bewiesen die Brüder Markus und Andreas Fuschlberger an  Gitarre und Ziach: Die Inzeller Musikschüler umrahmten die Veranstaltung. Kuchen spendeten diesmal der Obst- und Gartenbauverein und der VdK. Bei der Bewirtung halfen zusätzlich vier Firmlinge im Rahmen eines Firmprojekts mit. vm