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Unterschriftenaktion: Bürger wollen eine sichere Kreuzung

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Listen mit beinahe 4000 Unterschriften nahm Bürgermeister Franz Parzinger (Vierter von rechts) gestern entgegen. Unser Bild zeigt die Unterstützer der Aktion Andi Locht (von links), Hannes Magg, Hanne Herold, Reinhard Piehler, Verkehrsreferent Bernhard Seitlinger, Fritz Bantscheff, Walter Appel und Georg Gröbner. (Foto: Mix)

Traunreut. Die immer wiederkehrenden Vorfälle am Unfallschwerpunkt an der Kreuzung in St. Georgen und die Unfallserie im Dezember, als ein Verkehrsteilnehmer sogar verstarb, veranlassten den Arbeitskreis Verkehr Traunreut und die Siedler- und Eigenheimervereinigung St. Georgen dazu, eine Unterschriftenaktion durchzuführen. Das Ergebnis, einen Ordner voll mit Unterschriftenlisten, überreichten die Organisatoren nun an Bürgermeister Franz Parzinger.


In nur zwei Wochen sammelten zahlreiche Helfer insgesamt 3956 Unterschriften von Bürgern aus St. Georgen, Traunreut und der näheren Umgebung, die alle damit der Forderung Nachdruck verleihen, dass an der Kreuzung in St. Georgen eine schnelle Lösung gefunden werden muss.

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Im Begleitschreiben zur Unterschriftenaktion heißt es: »Der vom Stadtrat geforderte Kreisverkehr in Tieflage wurde vom Bundesrechnungshof beanstandet und wird in absehbarer Zeit nicht zur Ausführung kommen.« Aus diesem Grund fordern die Bürger nun eine andere Lösung in Form einer Ampelanlage. Die Organisatoren verwiesen darauf, dass manche Unterzeichner sehr wohl der Meinung waren, dass ein Kreisverkehr grundsätzlich besser wäre. Wenn dieser aber in nächster Zeit nicht zur Ausführung kommt, solle dafür eine Ampel eingerichtet werden. »Jeder Tag ohne Ampel oder gleichwertige Lösung ist einer zu viel«, heißt es unter anderem im Anschreiben an den Bürgermeister.

Wie Walter Appel vom Arbeitskreis Verkehr und Siedlervorstand Georg Gröbner verdeutlichten, seien die angesprochenen Bürger sehr interessiert gewesen und gerne bereit, die Forderung mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Auch für Franz Parzinger ist die große Zahl der Unterstützer ein deutliches Zeichen, dass hier Handlungsbedarf bestehe. Die kurzfristig vom Staatlichen Bauamt vorgeschlagenen Verbesserungen an der Kreuzung mit Verminderung der Geschwindigkeit und Entfernen der Einschleifspur erbrächten zwar Linderung, seien aber keine Lösung auf Dauer.

Für das Stadtoberhaupt ist es nun erst einmal wichtig, dass sich der Stadtrat auf eine gemeinsame Linie einigt. Denn mit einem Beschluss, hinter dem alle Fraktionen stehen, könne man am ehesten etwas erreichen. Die Entscheidung, ob man beim Beschluss für den tiefergelegten Kreisverkehr bleibt oder ihn kippt und sich für eine Ampelanlage entscheidet, soll allerdings erst der neue Stadtrat fällen. Parzinger wies darauf hin, dass ein Planfeststellungsverfahren nötig werde und die Lösung an der Kreuzung schon aus diesem Grund nicht ganz so schnell wie erwünscht kommen könne.

Für Verkehrsreferent Bernhard Seitlinger besteht jetzt »eine historische Chance«, hier endlich voran zu kommen. Reinhard Piehler appellierte dafür, zunächst die Ampel zu favorisieren, damit sich möglichst rasch etwas tut. Eine spätere Generation könne dann ja immer noch den Kreisverkehr anstreben. Das Schreiben an Parzinger zur Unterschriftensammlung geht auch an alle Stadträte, an die verantwortlichen Mandatsträger in Landkreis, Land und Bund sowie an die Verantwortlichen der Bahn und an das Staatliche Bauamt in Traunstein. - mix