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Unterreiner neuer Asylbeauftragter

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Die drei Asyl- und Migrationsbeauftragten aus Chieming stellten sich im Gemeinderat vor. Unser Bild zeigt (von links) Sebastian Heller, Ingrid Schäffler und Franz Unterreiner. (Foto: Humm)

Chieming – In der jüngsten Sitzung des Chieminger Gemeinderats bestellte das Gremium mit Franz Unterreiner einen weiteren Asyl- und Migrationsbeauftragten. Bisher hatten dieses Amt die Räte Ingrid Schäffler (UW) und Sebastian Heller (Bündnis 90/Die Grünen) inne. Beide freuen sich über den Zuwachs, da sie viel Arbeit zur Unterbringung von Flüchtlingen auf sich zukommen sehen.


Unterreiner stellte sich kurz vor. Er ist Vorsitzender der Bürgerlich-Bäuerlichen-Wählergruppe (BBW) in Chieming, stellvertretender Geschäftsführer des Caritaszentrums Traunstein und Leiter der sozialpsychiatrischen Dienste. Das Gemeindegremium war sich einig, damit eine weitere, kompetente Person für dieses Amt gewonnen zu haben. Ingrid Schäffler teilte mit, demnächst auf Lehrgang für Asyl- und Migrationsbeauftragte gehen zu können.

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Andrea Roll (Bündnis 90/ Die Grünen) regte an, die Erfahrungen vom Sommer 2015 zu nutzen, als etwa 150 Flüchtlinge sechs Wochen lang in der Schulturnhalle untergebracht waren. Auch sollte der damalige Helferkreis in die künftige Flüchtlingsarbeit mit eingebunden werden. Sebastian Heller kündigte die Versammlung an, die am Mittwoch mit Beamten der Polizei-Inspektion, weiteren in der Flüchtlingssache versierten Personen und Anliegern der geplanten Flüchtlings-Unterkunft stattfindet. Laut Heller sollen die Anlieger am Winkelzaun als direkte Nachbarn der möglichen künftigen Flüchtlingsunterkunft dabei ihre Ängste und Sorgen frei aussprechen können. Man müsse ihnen durch notwendige Maßnahmen für mehr Sicherheit die Ängste nehmen, stellte Heller fest und meinte, im Für und Wider könnten durchaus sinnvolle Kompromisse erzielt werden. Heller sagte weiter, er habe bereits ein Konzept als Entwurf erarbeitet, dass sicherlich um weitere Anregungen ergänzt werden könnte.

Bürgermeister Benno Graf erinnerte die Räte daran, dass Chieming als Landkreis-Vorgabe für 2016 insgesamt 158 Flüchtlinge im Gemeindebereich unterbringen muss. Bisher hat Chieming nur fünf Flüchtlinge untergebracht. Graf sagte, als behördliche Prognose sollen zum Jahresende im Landkreis Traunstein 5678 Flüchtlinge eine Unterkunft haben, den aktuellen Stand zum Jahresanfang bezifferte er mit bisher 1742 untergebrachten Flüchtlingen. OH