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»Unser Verein hat einiges bewirkt«

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Bei der Versammlung des Vereins für Heimatpflege und Kultur stellte sich die neue Leiterin der Waginger Musiktage vor: Barbara Schmelz schließt gerade ihr Orgelstudium ab – derzeit mit einem Stipendium in Kopenhagen. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Der Verein für Heimatpflege und Kultur Waginger See sucht einen neuen Vorsitzenden. Franz Patzelt, seit 25 Jahren in diesem Amt, hatte schon im Vorfeld erklärt, nicht mehr kandidieren zu wollen. Da sich in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kupferkessel niemand fand, der dieses Amt hätte übernehmen wollen, bleibt es einstweilen vakant. Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt: zweiter Vorsitzender Alfons Schmuck, Schatzmeisterin Annemarie Geierstanger und Schriftführerin Christine Heiß.


Patzelt seit 25 Jahren im Amt

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Nicht nur war der bisherige Vorsitzende Patzelt seit 25 Jahren im Amt, auch der Verein existiert seit dieser Zeit. Dieses Jubiläum soll im Oktober mit einem musikalisch umrahmten Festabend gefeiert werden, kündigte Patzelt an, der den Vorsitz bis auf Weiteres noch kommissarisch ausüben wird. In seiner Erklärung, die von den Anwesenden mit Verständnis und Respekt aufgenommen wurde, stellte Patzelt, der bald 67 Jahre alt wird, fest, ihm seien »Freude und Zuversicht abhanden gekommen«. Auch seine Gesundheit sei nicht mehr die beste, und »die drei netten kleinen Enkelkinder« bedürften der Zuwendung. Gleichwohl werde er, wie er heraushob, dem Verein ja »nicht untreu«: »Ich bleibe Ortsheimatpfleger und Ortschronist und würde in dieser Funktion das Projekt Heimatbuch gern bis zum Ende begleiten.«

In seinem Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre stellte Patzelt fest, es sei viel getan worden, der Verein habe einiges bewirkt. Allerdings habe der Verein, was man als aufmerksamer Beobachter registrieren müsse, »früher mehr unternommen als heute«. Der Zahn der Zeit nage eben am Verein und »besonders den Vereinspersonen«. Allerdings hatte der Jahresbericht von Schriftführerin Christine Heiß durchaus einiges an Aktivitäten aufzuweisen: Führung durch die alten Waginger Bierkeller, Vorstellung der neuen Orgel auf dem Mühlberg, nicht zuletzt natürlich die Organisation der Waginger Musiktage, die unter der Regie des Vereins laufen, die Mitwirkung am historischen Fest beim Bajuwarenhaus, die Beteiligung am Ferienprogramm mit einer Bajuwarengruppe, ein unterhaltsamer Abend unter dem Motto »Frisch vorg’lesn und aufg’spuit«, Stammtische, Sitzungen, außerdem Vorarbeiten für die Erstellung des geplanten Heimatbuchs. In Ordnung ist auch die Kasse: Schatzmeisterin Annemarie Geierstanger konnte über eine solide Finanzsituation berichten.

»Ein Haufen Bilder und Texte«

Patzelt nahm noch genauer Stellung zum Thema Heimatbuch. Die Phase der Materialsammlung ist demnach bereits beendet: »Jetzt muss aus dem Haufen von Texten und Bildern das Buch gemacht werden«. Notwendig seien hierfür nicht zuletzt Personen, die sich gut mit dem Computer auskennen. Dem Bajuwarenhaus, das wesentlich vom Heimatpflegeverein angeregt und verwirklicht worden war, werde, so Patzelt, in dem vergrößerten Erholungspark eine neue und wichtige Rolle zuwachsen; denn der Garten rund ums Haus werde von der Gemeinde in die Gesamtbepflanzung des Parks mit einbezogen. Die »Bespielung« des Hauses und deren Organisation liege in den Händen der Bajuwarengruppe des Vereins, die, wie Andi Nominacher ankündigte, Ende August ein Bajuwarenfest plane.

Lob und Anerkennung für Engagement

Patzelts Dank galt Alfons Schmuck, dem zweiten Vorsitzenden, für die Organisation der Waginger Musiktage über zwei Jahrzehnte hinweg. Ihm sprach er großes Lob und Anerkennung für sein Engagement aus. Schmuck bedankte sich seinerseits bei allen Beteiligten für die Mithilfe: Das sei eine schöne und erlebnisreiche Zeit gewesen.

An dem Abend stellte sich auch die neue Leiterin der Musiktage, Barbara Schmelz aus Burghausen, vor. Für sie sprechen, so Schmuck, ihre Kompetenz mit einem abgeschlossenen Orgelstudium, ihr tolles Engagement und die Verwurzelung in der Heimat. Barbara Schmelz selber, die mit großem Applaus begrüßt wurde, erzählte den Besuchern über sich und ihren Werdegang und skizzierte die geplanten Veranstaltungen der heurigen Musiktage. he