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»Unser Fokus ist der Schulsport«

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Traunstein. Als »nicht normgerecht« bezeichnet der Verein zur Förderung der Leichtathletik im Chiemgau (VFL) die geplante Anlage am ehemaligen ESV-Gelände (siehe Bericht oben). Mit den Aussagen des Vereins konfrontiert, stellte der Stellvertretende Landrat Josef Konhäuser, dem ein Schreiben des VFL vorliegt, klar: »Unser Fokus ist der Schulsport.«


Künftig sollen auf dem neuen Gelände – dort soll im Juni mit dem Bau begonnen werden – von neun Traunsteiner Schulen 500 Sportstunden pro Woche durchgeführt werden, informierte Lothar Wagner, Geschäftsleiter des Landkreises. Für die Schulen habe man auch die Anlage geplant, fügte Konhäuser hinzu. Erst danach seien die Vereine an den Landkreis mit der Bitte herangetreten, auch eine Anlage für die Leichtathleten zu bauen. »Dann sind gewisse Dinge dazugekommen«, sagte er. Er sehe durchaus ein, dass der Kunstrasen problematisch sei. »Aber ich bin immer davon ausgegangen, dass auf der Anlage auch Wettbewerbe wie Speerwurf und Kugelstoßen stattfinden können.« Er zeigte sich überzeugt, dass die Anlage künftig auch rege von den Leichtathleten genutzt werde.

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»Wir mussten Kompromisse eingehen«, räumte Wagner ein. Schließlich habe man am Gelände auch räumliche Einschränkungen. »Aus unserer Sicht ist das aber tragbar.« Die Vereine SB Chiemgau und TV Traunstein sowie alle betroffenen Schulen waren seinen Aussagen nach über die Planungen im Vorfeld informiert. »Sie waren hochzufrieden damit«, betonte Wagner.

»Wir verwehren uns, dass wir Steuergelder rauswerfen«, fügte Konhäuser hinzu. »Wir machen das für unsere Kinder.« Die neue Schulsportanlage sei aus seiner Sicht »vorbildlich«, hob er hervor.

»Wir sind aber gerne bereit, uns noch einmal zusammenzusetzen«, betonte Konhäuser. »Wenn das eine oder andere noch optimierungsfähig ist, dann können wir darüber reden.« Auch Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke betonte gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt: Es werde eine DIN- und meisterschaftsfähige Anlage geben. »Es sollen dort alle Möglichkeiten offen stehen. So ist der Auftrag definiert«, betonte er.

Dem Vorschlag des VFL, dass der Landkreis ins Ruhpoldinger Waldstadion investieren könne, erteilte Josef Konhäuser umgehend eine Absage. »Der Landkreis kann keine örtlichen Vorhaben fördern.« SB