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Ungewohnt: Waging ohne See

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Die Hinweise auf das Reiseziel Waging am See müssen bei den neuen Verkehrsschildern in und um Traunstein ohne den bisher gewohnten Zusatz »am See« auskommen. (Foto: Eder)

Waging am See. »Waging ist unverwechselbar«, sagt Sebald König, der Chef des Staatlichen Bauamtes in Traunstein. Und fügt, ist er doch schließlich selber Waginger Bürger, augenzwinkernd an: »und unvergleichlich«. Der ernste Hintergrund: Die Gemeinde Waging würde gern auch auf den neuen Schildern am Traunsteiner Kreisverkehr Heilig-Geist und auf der Staatsstraße 2105 den gewohnten Zusatz »am See« haben. Dies aber geht den neuesten Anweisungen von oben zufolge jetzt kaum mehr.


Gemeinderätin Martina Bogner hatte das Thema im Gemeinderat angesprochen und die Gemeinde hatte sich in dieser Sache bereits an das   Staatliche Bauamt gewendet.

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In seiner Antwort verwies Sebald König auf die »RWB 2000«, die  »Richtlinien für die wegweisende Beschilderung außerhalb von Autobahnen«. Diese Richtlinien stammen aus dem Bundesverkehrsministerium. Darin steht unter anderem zu lesen: »Für die Schreibweise der innerdeutschen Ziele ist die amtliche Bezeichnung zu verwenden. Vorangestellte Namensbestandteile, wie Stadt, Kreisstadt, Landeshauptstadt, entfallen, lediglich die Bezeichnung 'Bad' ist Bestandteil der Zielangabe. Amtliche Namenszusätze nach Flüssen, Bergen oder Landschaften entfallen, soweit sie nicht zur Vermeidung von Verwechslungen erforderlich sind.«

Laut König seien diese Zusätze auf den Hinweisschildern im Laufe der Zeit ausgeufert. So sei dann eine entsprechende Richtlinie verfasst worden. Damit wurden aber nicht nur willkürliche Zusätze wie »am Samerberg« oder »am Königssee« ausgeschlossen, sondern auch die amtlichen Gemeindebezeichnungen wie etwa im Fall von Waging am See. Allerdings sieht König hier nun wirklich keine Gefahr einer etwaigen Verwechslung. So wird also auch künftig auf den neuen Schildern der Name »Waging« ganz alleine stehen. he