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Unfallträchtige Woche

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Ruhpolding – Auf die unfallträchtigste Woche seit langem blickte die Bergwacht Ruhpolding jetzt zurück.


Am Freitagmittag gab es einen schweren Steinschlagunfall in der Hörndlwand. Ein Kletterer riss versehentlich eine schwere Schuppe aus dem Fels, die der Partnerin auf den Rücken fiel und sie schwer verletzte. Da die Wand so überhängt, konnten die Retter sie selbst mit dem 75-Meter-Tau am Rettungshubschrauber nur schwer erreichen. Der wegen drohender Querschnittslähmung erforderliche schonende Abtransport war nur von weiter unten möglich. Zwei weitere Helfer sicherten die Stelle mit Bohrhaken und Seilgeländern ab. Im Luftrettungssack ließen sie die Verletzte ein Stück durch senkrechtes Gelände ab zu einem flacheren Platz. Dort konnte der Hubschrauber die Patientin aufnehmen.

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Außerdem verletzten sich binnen einer Woche drei Sportler am Rauschberg: An Fronleichnam hatte eine 54-jährige Frau am Gipfel mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Sie kam per Hubschrauber ins Klinikum Traunstein. Am Dienstag stieg eine 34-Jährige mit ihrer Familie über den Hutzenauersteig auf, stürzte etwa 25 Meter durch eine steile Rinne und verletzte sich am Kopf. Auch sie musste mit dem Hubschrauber ins Klinikum geflogen werden. Den Mann belastete der Unfall seiner Frau derart, dass er nicht mehr selbstständig absteigen konnte und ebenfalls ausgeflogen werden musste.

Bereits am Sonntag vor einer Woche war ein Gleitschirmflieger aus München im steilen Felsgelände unterhalb der Rauschbergbahn notgelandet und mit einer Fußverletzung per Taubergung ausgeflogen worden.