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Umstrittene Stützmauer in Kitzbichl

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Staudach-Egerndach. Verschiedene Bauprojekte standen im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung. Darunter wurde über eine Stützwand an der Bergener Straße im Ortsteil Kitzbichl diskutiert.


Geplant sei die Errichtung einer 28 Meter langen Stützmauer um das Höhenniveau des Grundstückes auszugleichen und so mehr Fläche auch für einen Carport zu bekommen, erklärte Bürgermeister Hans Pertl. Die Wand aus Fertigteilen sei drei Meter von der bestehenden Straße entfernt geplant und behindere auch die Sicht nicht.

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Einwände hatte Evi Pöschl (FW), die glaubt, dass dann die Straße einem Tunnel gleicht und diese zudem optisch verengt werden würde. Sie sprach sich gegen eine knapp 30 Meter lange und vier Meter hohe Betonwand aus. Die Wand könne begrünt werden, entgegnete der Rathauschef. Er sehe hier kein Problem. Dennoch entschied sich der Gemeinderat dafür, vor einer Beschlussfassung eine Ortsbesichtigung durchzuführen.

Nicht einfach machte es sich der Rat auch bei der Entscheidung über die Beleuchtung des Erschließungsgebietes Maierfeld. Vier neue Beleuchtungskörper werden im Bereich der Schule, der Feuerwehr und des Bauhofs aufgestellt. Die Peitschenlampe am Gehweg soll zudem ersetzt werden. Wie Pertl erklärte, soll langsam auf die stromsparenden LED-Lampen umgestellt werden. Da die Gemeinde einen Wartungsvertrag mit dem Stromlieferanten habe, wurden auch von diesem verschiedene Angebote übermittelt. Die vorgestellten LED-Lampen gefielen aber nicht besonders. Stattdessen soll nun, so entschied der Rat mit einer knappen Mehrheit von sieben zu sechs Stimmen, »Bergmeister Laternen«, wie sie auch in Marquartstein zum Einsatz kommen, geordert werden.

Ebenfalls beraten wurde über die Regelung zur Aufnahme von Fundtieren im Tierheim Trenkmoos. Im vergangenen Jahr, so erklärte der Rathauschef, wurden je Einwohner 50 Cent an das Tierheim weitergeleitet. 556 Euro gingen somit auf das Konto des Tierheims. Dieses wiederum verpflichtete sich dafür, herrenlose Tiere, die in der Gemeinde aufgefunden werden, im Tierheim kostenlos aufzunehmen und zu versorgen. Nun, so Pertl, könne diese Vereinbarung um ein oder vier Jahre verlängert werden. Ohne Vereinbarung werden gefundene Tiere einzeln abgerechnet. In seiner aktiven Bürgermeisterzeit, also mittlerweile zehn Jahre gab es kein Fundtier in der Gemeinde, ergänzte er.

Ein Ungleichgewicht sah Dominik Demmler-Schmitten (FW), da etwa für die Dorfhelferinnen nur ein Betrag von zwölf Cent pro Einwohner jährlich gezahlt werde. Ria Pfeiffer (CSU) sah das Tierheim als eine wichtige Einrichtung an, das diese Unterstützung brauche. Zudem könne man nicht wissen, ob auch künftig Bürger Fundtiere bei sich aufnehmen. Das Geld wäre sicher gut angelegt, versicherte auch Bürgermeister Pertl. Allerdings zahle die Gemeinde bei dieser Rechnung für die Städte mit.

Mit zwei Gegenstimmen entschied sich der Rat gegen die Pauschale und setzt stattdessen auf eine fallbezogene Abrechnung. tb