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Umjubelte Premiere von »Himmel und Hölle«

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Der himmlische Schutzengel (Vroni Loider, Mitte) und Arthur (Simon Jenrischewski, rechts), der Abgesandte des Teufels, ringen um die Seele des gewieften und einflussreichen Bürgermeisters Ewald Pfeifer (Lukas Herschke), der völlig unerwartet verstorben ist. (Foto: M. Müller)

Grabenstätt. Eine umjubelte Premierenvorstellung hat das Ensemble des Jugendtheaters Grabenstätt mit seinem neuen Stück »Himmel und Hölle« von Dietmar Steimer gefeiert. Dass man kurzfristig in den Grabenstätter Pfarrsaal umziehen musste, erwies sich letztendlich sogar als glückliche Fügung, denn das alte Gewölbe bildet eine perfekte Kulisse für die himmlische Komödie mit teuflischer Spannung.


Als der mit allen Wassern gewaschene, durchtriebene Bürgermeister Ewald Pfeifer, grandios gespielt von Lukas Herschke, eines Nachts urplötzlich aus dem Leben gerissen wird und beim Himmelstor vor den Ordnikus, überzeugend dargestellt von Theresa Biller, tritt, wird ihm klar, dass er dort nicht mehr so viel zu sagen hat wie auf Erden. Um der drohenden Hölle zu entgehen, versucht er alles, um seine Schandtaten und Gemeinheiten zu verbergen, doch das Glück scheint ihn auch über den Wolken verlassen zu haben.

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Als sich ein Abgesandter des Teufels in den Himmel wagt, beginnt das spannungsgeladene Ringen um Ewald Pfeifers Seele. Entscheidend ist das Verhältnis der guten und schlechten Taten – und wo findet man das am besten heraus? Natürlich in der Verwandtschaft und bei den Freunden der »verlorenen Seele Ewald«, die sich dabei gleich noch viel verlorener fühlen sollte. Als Darsteller des irdischen Lebens überzeugten neben Hauptdarsteller Herschke Lorena Steffl als Bürgermeister-Gattin Anna Pfeifer, Christoph Brandl als Gemeinderat Brandl, Thomas Seywald als Gemeinderat Seywald, Marie Jendrischewski als Pfeifers Schwiegermutter Marlies, Sophia Oberhuber als Kellnerin, Hansi Biller als »Pfeifer-Freund« Albert und Anna Pfeilstetter als dessen Frau Martha.

Im Himmel glänzten neben Theresa Biller auch Schutzengel Vroni Loider, der Teufelsabgesandte Simon Jendrischewski sowie die Engel Magdalena Lange, Larissa Hartl, Julia Busacker und Julia Kern. Als kleine Teufel agierten Tom Richard, Lucia Herschke, Elisabeth Biller und Quirin Lange. Die passenden Klänge verbreiteten unter der musikalischen Leitung von Ralf Glück Magdalena Genghammer (Gesang und Harfe), Albert Gries (Tasten und Gesang), Maja Höning, Kira Höning, Melanie Höpfl (alle Gesang) und Sophia Biller (Gesang und Geige).

»Es war einfach toll, eine Schau von euch«, freute sich Regisseur Gerhard Brusche über die Leistungen seiner Darsteller und verriet, dass es bei der Generalprobe noch nicht nach Plan gelaufen sei. Ein Sonderlob verteilte er an Theresa Biller, die erst vor drei Wochen die anspruchsvolle Rolle des Ordnikus übernommen hatte und diese mit ihrer Zither bereichert.

Für Jugendtheaterpreis nominiert

Schon im Vorjahr hatte das Jugendtheater Grabenstätt mit der bayerischen Komödie »Ratsch und Tratsch« von Autor Peter Landstorfer für wahre Begeisterungsstürme gesorgt. Dieser großartige Erfolg brachte den Nachwuchsdarstellern sogar eine Nominierung für den Internationalen Jugendtheaterpreis »Papageno Award 2014« ein, der am morgigen Samstag im Mozarteum in Salzburg verliehen wird.

Das Stück »Himmel und Hölle« gibt es noch sechsmal zu sehen, und zwar am heutigen Freitag, am Freitag, 4., am Samstag, 5., am Sonntag, 6., am Freitag, 11., und am Sonntag, 13. April, jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrsaal Grabenstätt. Vorverkaufskarten gibt es in der Tourist-Info Grabenstätt. mmü