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Umgehung von Weibhausen ist befahrbar

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Der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner (von links), Bürgermeister Josef Mayr, Sebald König, Chef des Staatlichen Bauamtes, Landrat Hermann Steinmaßl und der Landtagsabgeordnete Roland Richter räumten gestern die Warnbake zur Seite. Die Umfahrung von Weibhausen ist seit gestern Mittag für den Verkehr geöffnet. (Foto: H. Eder)

Wonneberg. Noch ist die Umgehung von Weibhausen als Teil der Staatsstraße 2105 von Waging nach Traunstein nicht ganz fertig. Dennoch aber ist das letzte Straßenstück schon gestern Mittag für den Verkehr freigegeben worden. Damit können die Arbeiten an der alten Straßentrasse ohne die bisherigen Verkehrsbelastungen in Angriff genommen werden.


Elf Zufahrten sind verschwunden

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Sebald König, Chef des Staatlichen Bauamtes, zeigte sich zufrieden damit, dass diese einst als »Todesstrecke« verschriene Straße jetzt endlich fertig ist. In den vergangenen zehn Jahren sind, betonte er, entlang der Strecke zwischen Waging und Traunstein viele Maßnahmen getroffen worden, die eine erhöhte Verkehrssicherheit mit sich bringen – vor allem sind viele Zufahrten geschlossen beziehungsweise zusammengefasst worden. Allein im Bereich von Greinach und Weibhausen sind mit dem Bau der Umgehung elf Zufahrten verschwunden.

König war es bei seinen Ausführungen ein Anliegen, zurückzublicken auf die hohen Unfallzahlen, die auf dieser Strecke registriert worden sind. Allein von 1998 bis 2013 haben sich 57 Unfälle mit 13 Schwer- und 40 Leichtverletzten ereignet. Wesentliches Ziel war daher die Verbesserung der Verkehrssicherheit. Daher gab es auch die nötigen Gelder – nicht zuletzt aus dem Programm »Bayern mobil – sicher zum Ziel« des Freistaates.

Die Verkehrssicherheit ist auch einer der Gründe dafür, dass die Umgehungsstraße in geschwungener Form ausgeführt worden ist. Zum einen soll hier keine Rennstrecke entstehen, zumal dann im südlichen Bereich die Abzweigung in Richtung St. Leonhard weggeht. Allerdings, so schränkte König ein: »Auch der beste Ausbau nimmt den Kraftfahrern nicht die eigene Verantwortung.« Zum anderen sollten die landwirtschaftlichen Grundstücke nicht einfach durchschnitten werden, sondern bewirtschaftbar bleiben.

Durch das Abrücken der neuen Umfahrung von der Wohnbebauung kann die alte Staatsstraße zur Gemeindeverbindungsstraße abgestuft werden. Auch für die Geh- und Radwegverbindung zwischen Traunstein und Waging ergibt sich durch den Neubau eine wesentliche Verbesserung. Über die Erschließungsstraße wird der bereits bestehende Geh- und Radweg vom ersten Bauabschnitt bei Greinach mit der Gemeindeverbindungsstraße nach Selberting verbunden. Somit können die Fußgänger und Radfahrer von Waging über Unter- und Oberaschau nach Mayerhofen, Greinach und Weibhausen, Selberting nach Traunstein gelangen, ohne die viel befahrene Staatsstraße benutzen zu müssen.

Zur leichteren Erreichbarkeit der landwirtschaftlichen Flächen war schon im vergangenen Jahr eine Feldwegüberführung über die neue Umfahrung gebaut. Dadurch können die von der Umfahrung getrennten landwirtschaftlichen Flächen weiterhin ohne größeren Aufwand bewirtschaftet werden.

Straße muss noch einmal gesperrt werden

Die Feinschicht als endgültige Asphaltdecke wird, wie König ankündigte, spätestens Anfang September aufgebracht werden. Dazu müsse die Fahrbahn nochmals ein paar Tage gesperrt werden.

Vor allem Wonnebergs Bürgermeister Josef Mayr war es eine Genugtuung, dass die Umgehung endlich fertig ist. Schon in seiner Zeit als aktiver Feuerwehrler habe er hier bei vielen Unfällen ausrücken müssen, sagte er. Sein Vorgänger habe es bereits probiert, hier etwas voranzubringen, auch er selber sei bei ersten Verhandlungen an den Grundstücksverhandlungen gescheitert. Erst die jetzige Generation sei bereit gewesen, Grund abzutreten, sodass die Umgehung und damit auch ein durchgehender Radweg verwirklicht werden konnte, betonte er und fügte hinzu: »Gott sei Dank.« he

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