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Umbau in Roitham läuft auf Hochtouren

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Die Gruber Alm in Roitham wird etwa zwei Jahre lang das Übergangsdomizil für die Gemeindeverwaltung von Seeon-Seebruck sein. Baubeginn für den Rathausneubau in Seebruck soll im Frühsommer 2016 sein. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Der Baubeginn des neuen Rathauses in Seebruck rückt näher und damit auch der Umzug der Verwaltung in das Übergangsdomizil, die Gruber Alm in Roitham. So lange in Seebruck gebaut wird, muss die Verwaltung in die ehemalige Gaststätte ausweichen. Wie Bürgermeister Bernd Ruth in der Gemeinderatssitzung mitteilte, laufen die Umbaumaßnahmen in Roitham auf Hochtouren. Ein Hemmschuh seien jedoch die unzureichenden Kapazitäten der Telefon- und Breitbandversorgung. »Hier fuchst es gewaltig«, so Ruth.


Auch Flüchtlinge werden in die Gruber Alm ziehen

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Im Erdgeschoß und Obergeschoß der ehemaligen Gaststätte sollen die Büros für die Gemeindemitarbeiter sowie ein Sitzungssaal entstehen. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wird auch der südliche Gebäudetrakt der Gaststätte für Asylbewerber umgebaut. Hier werden künftig 14 Flüchtlinge leben. Die geschätzten Umbaukosten für die Verwaltung werden sich, ohne die Umzugskosten, bei 100 000 Euro bewegen. Hinzu kommen rund 60 000 Euro, die die Gemeinde insbesondere in den Brandschutz sowie in eine Küche für die neue Flüchtlingsunterkunft stecken muss.

Dem Traunsteiner Tagblatt sagte Ruth, dass ein Teil des Mobiliars für die Flüchtlingsunterkunft aus dem Inventar der ehemaligen Herzklinik Seebruck stammt, die gerade in eine Psychosomatische Reha-Klinik umgebaut wird. Im Frühsommer, so hofft der Bürgermeister, soll mit dem Rathausneubau begonnen werden.

In den modernen Neubau integriert wird auch die Tourist-Information, die derzeit im Wohngebiet »Am Anger«, mehrere Hundert Meter vom Rathaus entfernt, untergebracht ist. Außerdem ist geplant, im Zuge der Außenanlagengestaltung die Aussegnungshalle etwa 30 Meter nach Westen zu versetzen. Eine konkrete Ermittlung der Gesamtkosten, die zuletzt auf 4,3 Millionen Euro geschätzt worden waren, läuft gerade.

Ausgangspunkt für einen Neubau war die Verwaltungszusammenlegung, die sehr umstritten war. Die Kritiker sprachen sich für den Erhalt der Dienstelle in Seeon aus, in der sich seit 35 Jahren Standesamt, Einwohnermeldeamt und Ordnungsamt befinden. Nach intensiven Diskussionen mit den Bürgern hatte sich der Gemeinderat aber schließlich fast einstimmig für einen Neubau des Rathauses am jetzigen Standort in Seebruck ausgesprochen und gleichzeitig beschlossen, einen Architektenwettbewerb für ein neues Rathaus auszuschreiben.

Die Wahl fiel auf ein Münchner Architekturbüro, das zunächst nur mit einer Entwurfsplanung beauftragt wurde. Der Entwurf wurde dann nach den Wünschen des Gemeinderats überarbeitet und auch der Bevölkerung präsentiert. In der Zwischenzeit hatte die Gemeinde die Gruber Alm erworben und im Gegenzug das Anwesen »Scheitzenberg« in Seeon abgestoßen. Durch den Erwerb der Immobilie in Roitham hat es sich angeboten, dorthin die Verwaltung für zirka zwei Jahre auszulagern. ga