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Umbau des Kindergartens beschlossen

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Hier auf der Südseite des Kindergartens in Tettenhausen soll auf einer Teilfläche der Terrasse ein Wintergarten errichtet werden: Kostenpunkt um die 45 000 Euro. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Drei Baumaßnahmen stehen im Tettenhausener Kindergarten an: An der Südseite wird ein Wintergarten angebaut, der frühere Heizungsraum wird zum Abstellraum und ein Teil der Holzterrasse wird erneuert. Dies hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Auf den ursprünglich geplanten Anbau eines Geräteraums, um den es wegen der Kosten mehrfach Streit gegeben hatte, wird dagegen verzichtet.


Kindergartenleiterin Margarete Tress hatte in den letzten Jahren mehrfach erheblichen zusätzlichen Platzbedarf angemeldet. Daraufhin hatte Architekt Franz Schwangler, selbst Mitglied im Bauausschuss, vorgeschlagen, den Anbau für die Sportgeräte zu verlängern für etwa 50 000 Euro. Bürgermeister Herbert Häusl war das zu teuer, darum hatte er die Angelegenheit liegen gelassen. Der gemeindliche Bautechniker Franz Fenninger hatte nachgerechnet und die Schätzung als deutlich zu gering erachtet. Statt eines Anbaus schlug er die Umnutzung des nicht mehr benötigten Heizungsraums und einen Wintergarten auf der Terrassenseite vor.

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Dem folgte der Bauausschuss nun in seiner jüngsten Sitzung. Seine Kostenschätzungen sehen wie folgt aus: Wintergarten 45 000 Euro, Umnutzung des Heizungsraums 5700 Euro und Erneuerung der Terrasse auf einer Länge von fünf Meter mit Lärchenholz 3000 Euro. Fenninger sagte, er rechne für den Ausbau der Heizung und den Einbau der notwendigen Rolläden und Regale mit Kosten von etwa 5700 Euro. Kindergartenleiterin Margarete Tress sei mit dieser Lösung einverstanden und mit der neuen Lagerkapazität zufrieden, so Fenninger.

In den geschätzten Kosten für den Anbau eines Wintergartens seien auch die Kosten für die Demontage des Terrassenbelags, eine Beton-Frostschürze, für Elektroinstallation und Heizung, Bodenbelag, den Trockenausbau und die Malerarbeiten enthalten. Der Wintergarten sei in Holz mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung vorgesehen, die Fenster in Alu und Holz, das Pultdach als Holzkonstruktion mit einer Kupfer- oder Alu-Blechabdeckung.

In der Diskussion fragte Zweiter Bürgermeister Hans Kern, ob der Anbau plausibel begründet werden könne. Dazu sagte Häusl, die Altersstruktur im Kindergarten werde immer breiter und für die individuelle Betreuung der unterschiedlichen Altersgruppen sei daher mehr Platz notwendig.

Christine Rehrl meinte, dass der Wintergarten auf der Südseite eine Beschattung brauche, die sehr teuer sein könnte. Dazu meinte Ludwig Kleißl, das sei, falls erforderlich, für rund 3000 Euro lösbar. Rehrl hielt dennoch die Planung für »unausgegoren«. Man sollte sich heute nur dem Problem Abstellraum widmen und die Entscheidung wegen des Wintergartens vertagen. Dem wurde aber nicht Folge geleistet.

Schließlich gab es noch einen »Nachtarock« von Franz Schwangler: Man hätte sich dem Problem Abstellraum jetzt gar nicht mehr zu widmen brauchen, wenn der Beschluss vom Februar 2012 für den Anbau des von ihm geplanten Geräteraums ordnungsgemäß vollzogen worden wäre. Da sprach Häusl Klartext: Die Gründe dafür seien hinreichend dargelegt worden. Der Beschluss sei unter falschen Voraussetzungen zustande gekommen, weil die Kosten nicht gestimmt hätten. he