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Umbau der Klosterkirche soll nicht verschoben werden

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In den Lichtgraben der Ludwig-Thoma-Grundschule sollen die Container für die Ausweichklassen gestellt werden, wenn im Frühjahr mit dem Umbau der Klosterkirche begonnen wird. Eigentlich sollte die Baumaßnahme an der Schule dann abgeschlossen sein. Durch Verzögerungen kommt es nun aber zu einer Überschneidung von etwa drei Monaten. Die CSU wollte dies mittels Antrag verhindern. Der Hauptausschuss hält am Zeitplan fest. (Foto: Bauer)

Traunstein – Wann wird mit dem Umbau der Klosterkirche in Traunstein begonnen? Geht es nach dem Willen des Hauptausschusses, dann soll an dem ursprünglichen Zeitplan festgehalten und mit den Bauarbeiten im Frühjahr 2017 begonnen werden, obwohl der Umbau der Ludwig-Thoma-Grundschule bis dahin noch nicht abgeschlossen sein wird.


Die CSU-Fraktion hatte beantragt, mit der Baustelle Klosterkirche so lange zu warten, bis die Schulbaustelle fertig ist und dies mit der Sicherheit der Schüler und dem Wunsch der Schulleitung begründet. Mit 6:2 Stimmen lehnte der Hauptausschuss diesen Aufschub jedoch ab. Hauptargument: Durch eine Verzögerung würde sich die Bauzeit wegen zweier Winter von 18 auf 25 Monate verlängern und das würde die Kinder noch viel mehr belasten.

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Im Frühjahr Überschneidung um drei Monate

Ursprünglich war geplant, beide Maßnahmen hintereinander »abzuarbeiten«. Durch Verzögerungen bei der Erweiterung der Grundschule kommt es im Frühjahr 2017 aber voraussichtlich zu einer Überschneidung um drei Monate. Vom Umbau der Klosterkirche sind der Pausenhof der Schule und der Weg bzw. der Platz vor der Bushaltestelle an der Ludwigstraße betroffen.

»Doch die Einschränkungen konnten auf ein Mindestmaß reduziert werden«, erläuterte Gerhard Spiegelsberger von der Stadtverwaltung anhand einiger Pläne. Er koordiniert die Baustellen: In den ersten vier bis sechs Wochen könnte der Pausenhof nördlich der Klosterkirche noch genutzt werden. Die Container für die Ausweichklassen würden bis zur Fertigstellung der Schule in den Lichtgraben gestellt. Und alle anderen Einschränkungen gebe es auch, nachdem der Schulumbau abgeschlossen ist. »Je früher wir anfangen, desto schneller haben die Kinder auch einen zeitgemäßen Pausenhof.«

Auf die Frage von Ursula Lay (UW), ob man denn bei der Klosterkirche gleich in die Vollen gehen müsste oder nicht zuerst nur das Dach sanieren könnte, entgegnete Kegel, dass der Umbau als Gesamtgefüge gesehen werde und als solches auch abgewickelt werden müsste. »Eine zeitliche Verschiebung bringt Null Entlastung«, plädierte er für den festgelegten Zeitplan. Zudem schlug er vor, den Kindern in der Pause auch die Turnhalle zur Verfügung zu stellen.

Wunsch der Schule nicht einfach übergehen

Christian Hümmer (CSU) hielt dagegen, mit dem ursprünglichen Plan, beide Baumaßnahmen nacheinander anzugehen, habe man sich ja auch etwas gedacht. Er sprach sich dafür aus, die Schule nicht zu sehr zu belasten und deren Wunsch nicht einfach zu übergehen. »Eine zeitliche Verschiebung wird dem Projekt Klosterkirche keinen Schaden zufügen.« Mit der Vorstellung, acht Container in den Lichtgraben zu platzieren, tue er sich außerdem schwer – zumal es ein paar Monate später auch ohne ginge. Dann sei auch der Ausgang im Norden der Schule fertig.

Wenn die Kinder zur Nordseite gegenüber des alten Kurhauses die Schule verließen, gebe es ein Verkehrschaos auf dem Klosterberg, so Kegel. Und sicherer sei die Situation mit den Parkplätzen und der Einfahrt zur Tiefgarage auch nicht.

Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) sprach sich dafür aus, am Zeitplan festzuhalten. Bis auf die Container seien die Einschränkungen beim Pausenhof die gleichen und der Baulärm sei sicher nicht schön – zumal die Schule erst den Umbau des alten Kurhauses, dann den eigenen Baustellenlärm und ab Frühjahr den Lärm der Klosterkirchen-Baustelle ertragen müsste – aber die Alternative würde die Lärmbelästigung nur verlängern.

»Eine Verzögerung ist für niemanden sinnvoll«, so erneut Ursula Lay: in erster Linie gehe es natürlich um die Kinder, aber auch den Mitarbeitern in Klosterkirche und Städtischer Galerie sei man es schuldig, unnötige Verzögerungen zu vermeiden.

Zurückgestellt wurde der Punkt Informationsfreiheit – Zugang zu Behördeninformationen/Auskunftsrechte. Für eine solche Satzung soll zunächst geklärt werden, wie groß der eventuelle Aufwand für die Verwaltung wäre. Einig waren sich alle Stadträte jedoch, dass es nichts zu verheimlichen gebe. »Was immer möglich ist, wird von uns auch bedient«, machte Stephan Hohenschutz von der Stadtverwaltung deutlich. Eine generelle Informationsfreiheitssatzung werde sehe die Verwaltung aber sehr kritisch. Denn es könne keiner voraussehen, wie viele Anfragen in der Zukunft auf die Stadt zukämen. ka