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Überwältigende Aktion zugunsten krebskranker Menschen

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Rund 600 Teilnehmer kamen zum »Ersten Siegsdorfer Lauf fürs Leben«. Der Erlös der Aktion kommt der »Traunsteiner Wohlfühlwerkstatt« zugute, die krebskranke Menschen und ihre Familien unterstützt. (Foto: Krammer)

Siegsdorf. Eine großartige Gemeinschaftsleistung von Gemeinde, Vereinen und der Bevölkerung war das Fest rund um den »Ersten Siegsdorfer Lauf fürs Leben«, der zugunsten des Vereins Traunsteiner »Wohlfühlwerkstatt« veranstaltet wurde. Der Verein hat in Traunstein einen »Wohlfühl-Ort« für onkologische Patienten und ihre Familien abseits von Krankenhaus und Arztpraxis.


Schon bevor der Startschuss fiel, tummelten sich bereits mehrere hundert Läufer aller Altersgruppen auf der gesperrten Hauptstraße, um sich bei den Helfern der Skiabteilung des TSV Siegsdorf anzumelden. Mit einem gemeinsamen Aufwärmen unter der Leitung von Bürgermeister Thomas Kamm und Langstreckenläufer Sepp Schneider stimmten sie sich sportlich ein. Spontan sorgten dabei die »Kesselflicker« vor dem Café Weinmüller mit rhythmischer Begleitung für gute Stimmung unter den Läufern.

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Aber man musste nicht unbedingt laufen, um Gutes zu tun. Auch viele Spaziergänger und »Nordic-Walker« spendeten für jede absolvierte Runde mindestens einen Euro. 38 Mannschaften aus Vereinen, Betrieben und Arztpraxen oder auch private Gruppen gingen an den Start und machten sich auf die einen Kilometer lange Dorfrunde. Sie führte über die Hauptstraße, vorbei am Museum in den schattigen Kurpark, durch den Generationen-Spielplatz und über die Theresienstraße zurück zum Startpunkt. Einige versiertere Läufer brachten es mit 20 bis 30 Runden gar auf stolze Halbmarathon-Distanzen.

Aber es ging auch gemütlicher, denn am Start- und Zielplatz, vor dem Café »Senses« auf dem Rathausplatz und auf der »Traumterrasse« im Kurpark sorgten Bands für Unterhaltung und animierten manchen »Benefizläufer« zu einer kleinen Pause. Insgesamt dürften es aber an die 3000 Runden gewesen sein, die bei herrlichem Wetter absolviert wurden und der »Wohlfühlwerkstatt« so weit über 3000 Euro an Unterstützung einbrachten. Bürgermeister Thomas Kamm, der mit seiner Familie fleißig die Rundenzahl erhöhte, und sich zwischendurch als »Erfrischungsspender« hervortat, war überwältigt von der rundum gelungenen Veranstaltung. Vom Eintreffen der ersten Teilnehmer bis zur letzten gemeinsamen Geh-Runde herrschte ausgelassene und positive Stimmung. Die übertrug sich auch schnell auf die Besucher. Viele von ihnen, die eigentlich nur zufällig durch Siegsdorf kamen, schlossen sich spontan an und machten mit.

»Beeindruckt haben mich unter den knapp 600 Teilnehmern neben vielen anderen exemplarisch zwei Personen. Ein älterer Mann, der mit seiner Gehhilfe acht Runden für die Unterstützung der Wohlfühlwerkstatt absolvierte, und ein neunjähriger Bub, der für seine krebserkrankte Mutter 18 Kilometer gelaufen ist«, zeigte sich der Bürgermeister beeindruckt. Auch auf seine Mitarbeiter, die funktionierende Dorfgemeinschaft sowie auf die vielen Helfer aus Vereinen und Feuerwehr, die tatkräftig zum Gelingen beigetragen haben, sei er stolz.

Haupt-Organisatorin Annemarie Emmer von der »Wohlfühlwerkstatt« war schlicht und einfach »überwältigt von der unglaublichen Hilfsbereitschaft und Spendenfreudigkeit« aller Beteiligten. Auf dem Rathausplatz konnte man sich bei einigen Organisationen Rat zum Thema Krebs oder Selbsthilfe holen, für den guten Zweck das Glücksrad drehen, bei den Siegsdorfer Bäuerinnen selbst gebackene Köstlichkeiten verzehren oder einfach nur die fetzigen Klänge der jungen Band »Tscheky & The Blues Kings« genießen.

Später  fanden  sich viele Läufer frisch geduscht wieder ein und feierten mit weiteren Bands wie »Breakout«, »The Hurricanes oder »Baeck in Town« bis in die Abendstunden den Erfolg des »Ersten Siegsdorfer Laufs fürs Leben«. FK

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