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TV Traunstein: Das Training kann wieder beginnen

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In der Zweifachhalle des Förderzentrums an der Brunnwiese kommen die meisten Sportgruppen unter. (Foto: Schwaiger-Pöllner)

Traunstein – Die Aktiven des Turnvereins Traunstein (TVT) können am kommenden Montag wieder ihr Training aufnehmen. Inzwischen ist es nämlich gelungen, Ersatz für die wegen der Schneelast gesperrten Franz-Eyrich-Halle zu finden. Die meisten Sportgruppen werden bis zum Ende der Schließung Mitte April in die Zweifachturnhalle des Sonderpädagogischen Förderzentrums an der Brunnwiese wechseln.


»Alle haben gut mitgezogen«, resümiert Vereinsvorsitzender Rudolf Belser am Ende der dreiwöchigen Suche nach alternativen Sporthallen für die TVT-Mitglieder. Eine Mitarbeiterin der Stadt Traunstein hatte bereits Anfang Februar einen Plan mit Ersatzräumen für alle Trainingsstunden ausgearbeitet und an Belser übermittelt. Nachdem dann der Landkreis Traunstein grünes Licht für die Nutzung der Turnhalle des Förderzentrums gab, überarbeitete der Vereinsvorsitzende den Plan aus der Rathausverwaltung.

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Stadt trägt die Kosten für die Nutzung der Ausweichhallen

Die Stadt Traunstein hat auch bereits zugesagt, die Kosten für die Nutzung der Ausweichhallen zu tragen. Rudolf Belser ist vor allem glücklich darüber, dass die erst wenige Jahre alte Turnhalle des Förderzentrums den TVT-Mitgliedern zur Verfügung stehen wird – »die Halle ist einfach super«, so der Vorsitzende. Auch die Hans-Dierl-Halle bei der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule und die Turnhalle der Berufsschule II dienen als Ersatz.

Die von der Stadt Traunstein als Alternative ins Spiel gebrachte Turnhalle des ehemaligen Annette-Kolb-Gymnasiums lehnte der Verein ab. »Die Halle entspricht nicht mehr den heutigen Standards«, erklärt Belser. Einige Aktive, so führt der Vorsitzende aus, hätten sich auch bereits selber um Ersatzräume für ihre Trainingsstunden gekümmert, seien zum Beispiel in der Turnhalle des Chiemgau-Gymnasiums untergekommen. Unberücksichtigt in Belsers Plan sind Sondertrainingsstunden wie etwa das Training am Stufenbarren. »Da müssen wir erst noch sehen, ob da überhaupt Bedarf für ein Ersatztraining besteht.«

Seit gut drei Wochen ist die Franz-Eyrich-Halle inzwischen gesperrt. Die Schließung hatte Oberbürgermeister Christian Kegel auf Basis eines Gutachtens angeordnet, das aussagt, dass die Standsicherheit des fast 100 Jahre alten Gebäudes bei Schneelast nicht gewährleistet ist. Die Entscheidung des Stadtoberhaupts sieht darüber hinaus vor, dass die TVT-Halle künftig immer zwischen 15. November und 15. April gesperrt sein wird. Mit seiner Anordnung war Kegel bei der Vorstandschaft und vielen Mitgliedern des Turnvereins nicht gerade auf Gegenliebe gestoßen. »Wir haben aber darauf verzichtet, die Stadt Traunstein zu verklagen«, erklärt der Vereinsvorsitzende Rudolf Belser rückblickend. »Am Ende kostet uns das nur Zeit und Geld – und vergiftet die Atmosphäre.« san