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20°

Trüb und nass

5.0
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Traunstein – Der Dezember 2018 war sehr launisch. Das ergab die Auswertung der Daten der Wetterstation von Manfred Huber am Traundamm. Einstand hielt er mit Regen und Nebel, dann gab es Sonnenschein und Wintergewitter.


Um den 11. Dezember sah es aus, als würde der Winter Einzug halten, doch noch vor Weihnachten gab es wieder Tauwetter und Regen und machte alle Hoffnung auf weiße Weihnachten zunichte. Ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag zeigte sich dann wieder die Sonne. Aber verabschieden tut sich der Dezember mit Schmuddelwetter.

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Mit elf Tagen, an denen sich die Sonne zeigte, lag der Dezember erheblich unter dem Durchschnitt von 15 Tagen seit 1974. Der sonnenreichste Dezember war 2013 mit 29 Tagen, dagegen gab es 1995 nur drei Sonnentage. Niederschläge gab es diesmal an 16 Tagen, davon siebenmal mit Schnee. Wintergewitter sind eigentlich eine Seltenheit, der Durchschnitt liegt bei 0,2-mal. Diesen Dezember gab es aber an drei Tagen Blitz und Donner. Das ist ein neuer Rekord. Nebel hatten wir an fünf Tagen; das ist auch der Durchschnitt. Vor zwei Jahren gab es sogar an 15 Tagen Nebel und seit den Aufzeichnungen von Manfred Huber gab es nur drei Jahre ohne Nebeltage.

Nachtfrost gab es am Traundamm 16-mal, davon zweimal zweistellig. Die Spitzenwerte wurden hier im Dezember 1991 mit täglich Nachtfrost und 1991 mit neunmal zweistelligen Minustemperaturen. Dagegen gab es im Dezember 1993 und 1994 nur zehnmal Nachtfrost und es gab zwölf Jahre, in denen wir nie zweistellige Minuswerte erreichten. Dauerfrost hatten wir nur an drei Tagen, aber nie zweistellig im Minus. Es gab drei Tage, an denen die Temperatur in den zweistelligen Bereich anstieg. 1979 und 2015 waren es hier jeweils elf Tage.

Mit 2,4 Grad lag dieser Dezember wieder erheblich über dem Durchschnitt von 0,3 Grad. Den wärmsten Dezember hatten wir 2015 mit 4,3 Grad, der kälteste Dezember war 1991 mit minus 3,7 Grad. Diesmal war die wärmste Dezembernacht am 4. mit acht Grad, die kälteste Nacht war am 29. mit minus 11,4 Grad. Der wärmste Tag war am 3. mit 13 Grad und die niedrigste Tagestemperatur war am 15. mit minus 1,8 Grad.

Es werden keine neuen Spitzenwerte erreicht. Diese waren seit 1974: kälteste Nacht mit minus 18 Grad am 14. Dezember 2001; wärmste Nacht mit zwölf Grad am 25. Dezember 2013; wärmster Tag mit 18 Grad am 9. Dezember 1982 und die niedrigste Tagestemperatur war mit minus zwölf Grad am 10. Dezember 1996.

Zum Abschluss noch eine Bauernregel: »Wenn’s an Weihnacht ist gelind, sich noch viel Kält' einfind.« Erklärung: Nach typischem Weihnachtstauwetter folgt zum Jahreswechsel oft der Umschwung zu winterlich kalter Witterung. Auch Januar und Februar fallen dann in drei von fünf Jahren normal oder etwas kälter als im Durchschnitt aus. MH

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