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Trotz Top-Eishalle nicht mit im Boot

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Inzell. Unter anderem um das Thema mögliche Olympia-Bewerbung 2012 ging es in der jüngsten Versammlung der Inzeller SPD.


Heinrich Huber monierte, dass Inzell bei einer eventuellen Bewerbung für die Winterspiele 2022 nicht mit im Boot ist. »Da haben wir die Top-Eishalle und das spielt bei den Diskussionen bisher keine Rolle.« Unterstützung fand er bei Wilfried Hess, dem sich »nicht erschließt«, dass in Inzell eine moderne Halle mit über 35 Millionen Euro gebaut wurde und diese Halle bei den Überlegungen keine Rolle spiele.

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»Eine neue Halle in München verschlingt überflüssigerweise Steuergelder und wird der Rolle, die der DEC Inzell im Eisschnelllaufen spielt, nicht gerecht«, betonte Hess. Außerdem böte eine Olympiade einen unbezahlbaren Marketingwert.

Die Gemeinderäte Claudia Doppler und Sepp Rieder wiesen darauf hin, dass Inzell trotzdem indirekt von einer eventuellen Olympiade 2022 »profitieren« würde, weil aufgrund der Einbeziehung von Ruhpolding die Zimmer und durch das vorbereitende Training vieler Eisschnelllaufnationalmannschaften die Eishalle belegt würden, begründeten sie ihre Meinung.

Erste Veranstaltungen kamen gut an

Vorsitzender Sepp Rieder erinnerte, dass die erste Themenveranstaltung »Familienfreundliches Inzell« sehr positiv angenommen wurde. Deshalb will sich die SPD Inzell dem nächsten Thema stellen: »Energiewende – was kommt auf uns Inzeller zu?«. »Stetig steigende Preise für Energie gleich welcher Art, können nicht die einzige Antwort auf die Energiewende sein«, so Rieder.

Es gelte, aus den Erfahrungen anderer zu lernen und gleichzeitig den regionalen Sachverstand zu nutzen. »Wasser, Strom und Heizung sind die für die Bürger relevantesten Energiequellen.« Weiter meinte Sepp Rieder, »steigende Preise fragen nicht nach der Parteizugehörigkeit, sondern treffen alle«. Deshalb sollten in der Themenveranstaltung Experten unabhängig von ihrer parteipolitischen Zugehörigkeit zu Wort kommen, um über Wege aber auch Irrwege hin zur erfolgreichen Energiewende zu informieren. Die geplante Veranstaltung soll allen Bürgern offen stehen und alle sollen im Vorfeld bereits die Möglichkeit haben, sie interessierende Themen vorab an die Veranstalter zu melden. Hierfür stehen Sepp Rieder und Claudia Doppler zur Verfügung.

Kommunalwahlen waren ebenfalls Thema

Ein weiteres wichtiges Thema waren die Kommunalwahlen 2014, für die einiges an Vorarbeit ansteht. »Für uns als im Ort kleine Partei wird es schwerer als für andere unsere Liste zu füllen«, stellte Vorsitzender Rieder fest. Trotzdem geht er davon aus, dass es gelingen wird, gute Kandidaten zu gewinnen. Wie in der Vergangenheit, stehe die SPD-Liste auch für parteilose Bürgerinnen und Bürger offen.

»Uns geht es in Inzell nicht um die Partei, sondern die besten Köpfe«, betonte Sepp Rieder weiter. Ob Ausweisung von Baugebieten, Schule, Eisstadion oder Straßenbau, nahezu alle Entscheidungen im Gemeinderat würden nicht von Parteibeschlüssen, sondern vom gesunden Menschenverstand geprägt, fügte er hinzu. Unverändert offen ließ Rieder, ob die SPD mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten bei den Kommunalwahlen antreten wird.