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Trotz Investitionen weniger Schulden

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Bergen. Der Gemeinderat verabschiedete einstimmig den Haushaltsplan für das Jahr 2014 und erließ die Satzung dazu. Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 7,67 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt umfasst 2,16 Millionen Euro. Die Hebesätze bei den gemeindlichen Steuern bleiben unverändert, betonte Kämmerer Thomas Schlosser.


Vor dieser Haushaltssitzung traf sich der Gemeinderat zu einer langen Klausursitzung, bei der über den Entwurf des Haushaltsplanes und über die anstehenden Maßnahmen ausführlich beraten wurde, berichtete Bürgermeister Bernd Gietl. Er betonte, es bleibe Ziel der politischen Weichenstellung im Finanzwesen der Gemeinde Bergen, die Schulden weiter zu reduzieren und trotzdem angemessen zu investieren. Man werde im kommenden Jahr neben den Pflichtaufgaben auch die freiwilligen Leistungen wieder erfüllen können.

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Die Gemeinde habe ihre Schulden seit dem Jahr 2002 um 3,2 Millionen auf jetzt 1,35 Millionen Euro reduziert. Dabei habe man heuer mit dem 3,1 Millionen Euro teuren Rathausneubau für eine enorm große Baumaßnahme abgeschlossen. Weitere Investitionen waren noch der Neubau der Kinderkrippe, die 700 000 Euro gekostet hat, die technische Aufrüstung der Hochfellnseilbahn mit neuem Antrieb und neuer Steuerung für ebenfalls 700 000 Euro sowie der Erwerb von mehreren Grundstücken – und dies alles ohne neue Schulden zu machen.

Nach den gewaltigen Investitionen in diesem Jahr war sich das Gremium einig, sich beim Haushalt 2014 auf die nötigsten Investitionen zu beschränken. So werde sich die Gemeinde trotz weiterer Vorhaben nicht neu verschulden – im Gegenteil: die Schulden werden um weitere 214 000 reduziert. Die Pro-Kopf-Verschuldung würde sich zum Ende des Jahres 2014 dann auf nur noch 285 Euro belaufen, der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden liegt bei 1400 Euro.

Als wesentliche Einnahmen im Haushalt erwartet die Gemeinde bei der Einkommensteuerbeteiligung gut 1,8 Millionen Euro, bei der Gewerbesteuer 1,2 Millionen Euro, aus Schlüsselzuweisung 850 000 Euro und bei den Grundsteuern 572 000 Euro.

Als größte Ausgabeposten wurden die Kreisumlage mit 2,079 Millionen Euro, die Personalkosten mit 1,488 Millionen Euro und für Betrieb und Unterhalt der Betrag von 1,2 Millionen Euro genannt. 600 000 Euro werden dem Vermögenshaushalt für Investitionen zugeführt.

Im Vermögenshaushalt, sind für die Erweiterung Kläranlage etwa 1,3 Millionen Euro, für die Schuldentilgung 214 000 Euro, für geplante Überteerungen 200 000 Euro, für den Hochwasserschutz 60 000 Euro, für die Feuerwehren 65 000 Euro vorgesehen.

Die vier Vorsitzenden der Fraktionen im Gemeinderat, Josef Gehmacher junior, CSU, Josef Schweiger, SPD, Maria Kraus-Osenstetter für die Grüne Liste Bergen und Christian Buchner für die UW bewerteten den Haushaltsplan positiv und bezeichneten ihn als »von Grund auf solide«. OH