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»Trotz des heftigen Gegenwindes« sind die Gemeindevertreter stolz auf die vielen Neuerungen in der Feldwieser Bucht

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Sie geben freie Fahrt für die neue Julius-Exter-Promenade: Thomas Unterrainer vom HPC-Planungsbüro (von links), 3. Bürgermeisterin Uschi Geiger, Bürgermeister Marc Nitschke, Landrat Siegfried Walch, 2. Bürgermeister Ludwig Ertl und Gemeinderat Alois Huber.

Übersee. Ein neues Kapitel seiner Ortsgeschichte hat Übersee am Wochenende mit der Eröffnung von Neuerungen am Seeufer in der Feldwieser Bucht aufgeschlagen. Trotz Dauerregens zeigte sich die zahlreich vertretene Politprominenz, unter ihnen Landrat Siegfried Walch und der Überseer Landtagsabgeordnete Klaus Steiner, sowie viele Überseer Bürger von den jetzt abgeschlossenen gemeindlichen Sanierungs- und Verschönerungsmaßnahmen am Chiemseeufer begeistert.


Das Überseer Bürgermeister-Trio Marc Nitschke, Ludwig Ertl und Uschi Geiger sowie zahlreiche Gemeinderäte und die Touristiker Stephan Semmelmayr (Chiemgau-Tourismus), Peter Stöger (Tourismusverein) und Mike Wielandner (Tourist-Info) zeigten sich »trotz des heftigen Gegenwindes der letzten Zeit«, wie es Nitschke nannte, voller Stolz und Freude über das Erreichte. Und das kann sich nach Meinung der meisten Anwesenden auch sehen lassen. Aus dem Rohdiamanten des Chiemseeufers sei nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit ein geschliffenes Juwel mit vielen Facetten geworden.

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Klaus Steiner beglückwünschte die Gemeinde zu ihrem »neuen Chiemseeufer«: »Hier geht es nicht um Massentourismus, sondern um Verbesserungen für Bürger und Gäste, die ins Landschaftsbild passen.« In Anspielung auf die Bürgerinitiative, die sich im vergangenen Sommer gegen die Pläne gebildet hatte, bedauerte er, »dass soviel zerredet worden ist.«

Auch Landrat Walch wertschätzte die Neurungen als »eine Weiterentwicklung des Produktes Chiemgau«. Er wolle nun mit einer schnellen Fusion von »Chiemgau-Tourismus« und »Chiemsee-Alpenland-Tourismus« nachlegen.

Angeführt von der Blaskapelle Übersee-Feldwies machte sich die Festgesellschaft dann auf den Weg, um vom Dampfersteg aus die Neuerungen, wie den Anbau des »Seewirts-Strandhauses«, den Kiosk »Inselblick«, den Ausbau der Julius-Exter-Promenade samt Geh- und Radlweg, die Beach-Bar und die Verschönerungen im und am Strandbad zu erkunden.

Mit dem obligatorischen Durchschneiden des Bandes wurde die ausgebaute Julius-Exter-Promenade ihrer Bestimmung übergeben. Die bisher nur 4,5 Meter breite Straße hat nun eine Breite von fünf Meter und einen zusätzlichen Geh- und Radlweg von 2,5 Meter. Wie Garten- und Landschaftsplaner Ludwig Ertl erläuterte, mussten für den Straßenbau einschließlich der Vergrößerung des Parkplatzes fünf Pappeln gefällt werden. »Dafür haben wir aber 50 junge Eichen gepflanzt.«

»Tief in die Kasse gegriffen hat der Tourismusverein für die neue Beach-Bar«, sagte dessen Vorstand Peter Stöger. Vor zwei Jahren hatte man beschlossen, die alte Bar zu ersetzen. Nun sei ein wahres Schmuckstück entstanden. Gemeindereferent Richard Mittermaier bezeichnete die neue Bar als einen »Kraftort« und der evangelische Pfarrer Wolfgang Schmidt-Pasedag bewertet die Gratwanderung von Sport und Freizeit einerseits und Naturschutz andererseits als »überaus gelungen«.

Die Verbesserungen und Verschönerungen am Strandbad rundeten die nasskalte Strandwanderung der Gesellschaft ab. Es schloss sich ein gemütlicher Weißwurst-Frühschoppen für alle im Trockenen an. Unter großem Beifall dankte Bürgermeister Nitschke allen an der Planung Beteiligten: »Es ging dabei immer um Qualität und nicht um Quantität.« bvd