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Treue Mitglieder beim Burschenverein

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Seit 60 Jahren ist Josef Wendlinger (Mitte) Mitglied beim Burschenverein Surberg. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ehrten ihn dafür die beiden Vorsitzenden Andreas Eckart (links) und Klaus Gschwendner. (Foto: H. Eder)

Surberg. 23 Mitglieder wurden beim Burschenverein Surberg für ihre langjährige Treue geehrt: drei für 60 Jahre Mitgliedschaft, 15 für 50 Jahre und fünf für 25 Jahre. Außerdem wurde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Lauter die Vorstandschaft fast komplett wiedergewählt.


Die Wahlen gingen unter Leitung von Bürgermeister Sepp Wimmer per Handzeichen im Rekordtempo über die Bühne, da so gut wie alle Vorstandsmitglieder wieder kandidierten. Und so sieht die aktuelle Vorstandschaft komplett aus: 1. Vorsitzender Andreas Eckart, 2. Vorsitzender Klaus Gschwendner, Schriftführer Gerhard Mayer, 1. Kassier Hans Eder, 2. Kassier Stefan Eder, 1. Fähnrich Wolfgang Ramstötter, 1. Fahnenbegleiter Bernhard Bauer, Beisitzer Heini Koch, Markus Zoff und Tobi Winkler. Damit gab es nur zwei Veränderungen: Tobias Winkler gab sein Amt als Fahnenbegleiter ab – ein Nachfolger konnte nicht gefunden werden – und ließ sich dafür als Beisitzer wählen für Stefan Lohwieser, der nicht mehr kandidierte.

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Vorsitzender Eckart und Schriftführer Mayer ließen das Jahr Revue passieren. Aus ihrem Teil des Erlöses der Weihnachtsfeier mit Christbaumversteigerung, die zusammen mit der Feuerwehr ausgerichtet worden war, hatten Vorstandsmitglieder des Burschenvereins an hilfsbedürftige Gemeindebürger Spenden in Höhe von insgesamt 600 Euro verteilt. Dies solle, so kündigte Eckart an, auch heuer geschehen, auch wenn keine Weihnachtsfeier geplant sei.

Sportlich war dieses Jahr wieder einiges los: Beim Watten und beim Eisstockschießen gegen den Patenverein aus Neukirchen hatten die Surberger jeweils die Nase vorn. Dagegen ging das Eisstockschießen gegen den Burschen- und Arbeiterverein Weibhausen-Wonneberg bei nur schwacher Beteiligung mit 3:4 verloren. Beim Gemeindeschießen belegten die Burschen den 10. Platz.

Ein Höhepunkt im Jahreslauf ist immer das Maifest: mit Goaßnfest, Bobbycar-Rennen (»überwältigend, aber mit viel Arbeit verbunden«), Seilziehen, Musikabend und Weinfest. Vorsitzender Eckart sprach den Grundstücksbesitzern, den Nachbarn und Helfern seinen Dank aus. Eine weitere Aktion des Burschenvereins betraf den Kindergarten: Das Gartenhäuschen, das der Verein vor Jahren gesponsert und aufgebaut hatte, musste wegen des Umbaus am Kindergarten versetzt werden.

Schließlich nahm der Burschenverein an den Burschenfesten in Truchtlaching und Rechtmehrung sowie am Gaufest in Seeon teil. Der Altennachmittag war gut besucht, 30 Mitglieder fuhren beim Vereinsausflug mit und auch zur Maiandacht kamen viele Leute. Wie Schriftführer Mayer noch zu berichten hatte, beteiligte sich der Burschenverein am Volkstrauertag, an Fronleichnam und an Erntedank, mit 75 Mitgliedern an der Patennachfeier in Neukirchen, spendete an den BBV für den bäuerlichen Hilfsdienst, gratulierte Mitgliedern zum Geburtstag und begleitete verstorbene Mitglieder mit der Fahnenabordnung zu ihrer letzten Ruhestätte. 328 Mitglieder zählt der Verein aktuell, so Mayer abschließend.

Eckart kündigte bereits jetzt das Maifest für das kommende Jahr an: Es findet vom 8. bis 10.  Mai statt, darunter ein politischer Abend und das Weinfest mit der Gruppe »Zwoa moi zwoa«. Der Kassenbericht von Hans Eder hatte einen Überschuss in der Jahresabrechnung und einen soliden Kassenstand aufzuweisen.

Bürgermeister Sepp Wimmer meinte in seinem Grußwort, offenbar stimme das Vereinsklima, da so viele Mitglieder schon seit so langer Zeit dabei sind. Unter dem Punkt Sonstiges sprach ein Besucher an, ob denn beim Maifest immer bis 3  Uhr morgens gefeiert werden müsse, ob man das nicht anders regeln könnte. Dazu betonte Vorsitzender Eckart, der Verein halte sich an die Sperrzeiten der Gemeinde. Und man organisiere Taxis, damit die Heimfahrt der Besucher möglichst schnell ablaufe. he