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Tremco Illbruck will Produktionskapazität verdoppeln

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Die Tremco Illbruck Produktion GmbH will in den Traunreuter Standort an der Ecke Traunring/Werner-von-Siemens-Straße investierten. Durch die Erweiterung der Anlage zur Herstellung von Klebemitteln soll die Produktionskapazität verdoppelt werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Auftragsbücher der Firma Tremco Illbruck Produktion GmbH sind voll. Deshalb will das weltweit tätige Unternehmen für hochwertige Abdichtungen und Verklebungen in Traunreut expandieren.


»Wir stoßen immer mehr an Wachstumsgrenzen und wollen deshalb den Standort Traunreut stärken«, erklärte der Standortleiter Bernd Schürmann in der Sitzung des Stadtrats. Durch die Erweiterung auf dem Firmengelände mit eigener Entwicklungsabteilung an der Ecke Traunring/Werner-von-Siemens-Straße, soll die Produktionskapazität verdoppelt werden.

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Das Landratsamt Traunstein hat die Erweiterung und Änderung bereits genehmigt und die Stadt Traunreut um eine Stellungnahme gebeten. Der Bauausschuss hatte den Antrag der Änderungsgenehmigung unter der Voraussetzung, dass die Auflagen der Stadtwerke erfüllt werden, dem Stadtrat einstimmig empfohlen und auch keine Einwände gegen einen vorzeitigen Baubeginn erhoben. Die Empfehlung des Bauausschusses wurde jetzt auch vom Stadtrat geschlossen mitgetragen.

Nach Aussagen der Firmenvertreter soll mit den Baumaßnahmen so schnell wie möglich begonnen werden. Neu gebaut werden soll nicht. Vielmehr soll unter anderem in einem bestehenden Lagerbereich eine weitere Produktionslinie dazukommen, erklärte der Technische Leiter, Dr. Sebastian Patzig. Außerdem werden zehn Silos errichtet, in denen die Rohstoffe gelagert werden. Vier Silos für Kreide und sechs für Kieselsäure. »Also keine brennbaren Stoffe«, versicherte Patzig auf Nachfrage von Martin Czepan (Grüne).

Obwohl die Produktion verdoppelt werden soll, versicherten die Firmenvertreter, dass sich der Anlieferverkehr bedingt durch das erweiterte Lagervolumen nicht erhöhen werde. »Durch die Silos werden wir am Ende nicht mehr Verkehr haben«, so Schürmann. Auf Anfrage von Dr. Michael Elsen (CSU), wie es um den Lärmschutz bestellt sei, teilte Schürmann mit, dass es ein langer Prozess gewesen sei, alle Vorschriften des Lärmschutzes einzuhalten. Für das Vorhaben wurde nach Angaben der Verwaltung ein schalltechnisches Gutachten erstellt mit dem Ergebnis, dass das Vorhaben in keinem Konflikt mit den Anforderungen der TA Lärm beziehungsweise mit den lärmimmissionsrechtlichen Festsetzungen des Bebauungsplans steht. Das Vorhaben sei daher gut geeignet, dem Anspruch der Nachbarschaft auf Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche gerecht zu werden. Als zweiter Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut bestätigte FW-Stadtrat Konrad Unterstein, dass auch die Brandschutzordnung mit der Feuerwehr abgestimmt worden sei.

Keine Hoffnung machte Schürmann Christian Stoib (SPD), dass mit der Erweiterung auch neue Arbeitsplätze verbunden sind. Durch die komplexen und neu entwickelten Maschinen könne man noch nicht sagen, wie viele Arbeitsplätze es sein werden. Im Moment beschäftigt der Standort 85 Mitarbeiter. Es wäre natürlich schön, wenn noch mehr Arbeitsplätze entstünden, räumte Bürgermeister Klaus Ritter ein. »Aber es ist schon ein Erfolg, wenn die Personalstruktur erhalten bleibt.« ga

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