weather-image

Treffpunkt für alle Generationen

3.0
3.0

Siegsdorf. Nach langer Vorplanung fiel nun der Startschuss für die Umgestaltung im nördlichen Teil des Siegsdorfer Kurparkgeländes. Sebastian Wittmoser, Landwirtschaftsdirektor am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim, übergab an Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm den Förderbescheid zur Unterstützung der Baumaßnahme aus Mitteln des EU-Förderprogramms LEADER. Bürgermeister Kamm hatte im Herbst 2010 einer breiten Bürgerschaft die Aufgabe der Gestaltung des Kurgartens am Ufer der Traun in Siegsdorf übertragen.


Dank einer beispielhaften Bürgerbeteiligung aus Anwohnern, Bewohnern des Alten- und Pflegeheimes, der örtlichen Wirtschaft, Mitarbeitern des Naturkundemuseums und des Steinzeitgartens sowie interessierten Bürgern konnte im Sommer dieses Jahres ein Gestaltungskonzept von bemerkenswertem Umfang erarbeitet werden. Im kommenden Jahr werden nun die Hauptmaßnahmen umgesetzt:

Anzeige

Ein »Generationenspielplatz« soll durch Spiel und Bewegungsgeräte Aktionsraum für alle Altersgruppen bieten. Ansprechend gestaltete Ruhezonen sollen Gäste und Einheimische einladen, Kraft und Energie am Ufer der Traun zu sammeln. Dafür soll auch in Verbindung mit dem Wasserwirtschaftsamt der Zugang zum Wasser entscheidend verbessert und so der Uferbereich in den Park integriert werden. Rund um den geplanten Kiosk am Standort des alten Minigolfplatzes will man einen Sitzbereich am Hochufer der Traun schaffen und so Platz für die »Begegnung der Generationen« erhalten. Bereits in den kommenden Wochen wollen dafür Anwohner mit Unterstützung des gemeindlichen Bauhofes sowie der Beratung durch die Untere Naturschutzbehörde das dicht zugewachsene Ufer auflichten, um einen schönen Zugang zum Flussbett der Traun zu erhalten.

Maßgeblich für den Höchstsatz der Förderung und damit der Zusage von 118 250 Euro der Nettokosten zum Gesamtvorhaben von 236 500 Euro war, laut Sebastian Wittmoser, der Bürgerprozess, der die Belange von Jugendlichen, jungen Familien, Senioren und Behinderten wie auch Anwohnern in den Mittelpunkt der Entwicklung stellte. Charakteristisch für LEADER ist nicht nur, dass durch Investitionen und Maßnahmen wie hier künftig ein Arbeitsplatz entsteht und ein reizvoller Platz inmitten des Ortes gestaltet wird. Wesentlich ist darüber hinaus auch der gemeinschaftliche Ansatz der Gestaltung eines wichtigen Knotenpunktes im Fernwander- und Radwandernetz (Jakobsweg und Mozart-Radweg) mit deutlichem Mehrwert auch für die nördlich und südlich angrenzenden Gemeinden des Landkreises. FK

- Anzeige -