weather-image
20°

Trauungen auf einem Schiff

0.0
0.0

Rimsting. Hochzeiten auf einem Chiemsee-Schiff sind nun, zumindest befristet für ein Jahr, möglich. Allerdings gilt dies nur für eine Trauung auf einem Schiff, das am Dampfersteg im Schafwaschener Winkel vertäut ist. Möglich machte dies der Gemeinderat Rimsting der für seinen Standesamtsbezirk dazu in der jüngsten Sitzung die Bewilligung erteilte.


Schon früher und jetzt wieder aktuell, habe es Anfragen zur Trauung auf einem Chiemsee-Schiff der Firma Fessler am Dampfersteg in Schafwaschen gegeben, erläuterte Bürgermeister Josef Mayer. Die dafür notwendigen rechtlichen Grundlagen habe die Verwaltung inzwischen erörtert.

Anzeige

So sei dies nur möglich geworden, weil der Freistaat Bayern zwar Grundeigentümer des Schafwaschener Winkels ist, das Gewässer aber im Gegensatz zum übrigen Chiemsee, der zum Hoheitsgebiet des Landkreises Traunstein gehört, eindeutig zum Bereich der Gemeinde Rimsting und damit zum Landkreis Rosenheim zugeordnet ist. Die Gemeinde sei daher für den Bereich der ganzen Bucht zuständig und sogar über den sogenannten »Kanal« hinaus, bis zur Wassergrenze der Fischerhütte Ihm bis Halbinsel Sassau, erklärte Mayer.

Die Standesamtsaufsicht beim Landratsamt Rosenheim habe sich unter Einhaltung von Bedingungen einverstanden erklärt, so der Bürgermeister. So solle das dafür gewidmete Schiff eindeutig mit Namen benannt sein, während der Trauung am Dampfersteg vertäut und der Motor abgeschaltet sein. Die Trauung solle in einem Raum unter Deck stattfinden. Als wichtig wurde von der Standesamtsaufsicht angesehen, dass auch die Begründung von Lebenspartnerschaften bei den Trauungen nicht ausgeschlossen werden dürfe.

Das Gremium sprach sich dafür aus, das die Schiffe der Firma Fessler »Rudolf« und »Stefanie« am bestens dafür geeignet wären. Der Gemeinderat legte fest, dass vorerst, befristet für ein Jahr, in der Zeit von Mai bis Oktober, Trauungen vorgenommen werden dürfen. Danach soll Bilanz gezogen werden, so der Bürgermeister.

Als Gebühr wegen des erhöhten Aufwandes des Standesamtes einigte sich das Gremium auf 150 Euro pro Trauung. th