weather-image
25°

Traunsteinerin für Gesundheitspreis nominiert

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Privatdozentin Dr. Katharina Hohenfellner vom Klinikum Traunstein ist für den Bayerischen Gesundheitspreis nominiert. (Foto: Buthke)

Traunstein – Privatdozentin Dr. Katharina Hohenfellner ist für den Bayerischen Gesundheitspreis in der Kategorie »Zukunft Telemedizin – Wie innovative Ansätze aus der Telemedizin in der ambulanten Versorgung flächendeckend eingesetzt werden« nominiert. Die Preisverleihung findet am Dienstag in München statt.


Die Leitende Ärztin der Kindernephrologie (Nierenlehre) am Klinikum Traunstein ist mit ihrem Projekt »Basis-Sonographie der Nieren und ableitenden Harnwege im Kindes- und Jugendalter« vorgeschlagen. »Bei Erkrankungen der Nieren und Harnwege ist die Sonographie (Ultraschall) die häufigste bildgebende Untersuchungsmethode«, erklärt Dr. Katharina Hohenfellner. Die pädiatrische Fachausbildung greife jedoch oft für spezielle Fragestellungen aus dem Bereich der Kindernephrologie und Kinderurologie zu kurz, was zu Unsicherheit bei der Beurteilung der Befunde führe. Deshalb hat Dr. Hohenfellner zusammen mit Pädiater Prof. Dieter Weitzel und Physiker Dr. Volker Schönharting eine Anwendersoftware entwickelt.

Anzeige

Ziel des Basis-Sonographie-Programms ist eine Steigerung der Qualität der sonographischen Untersuchungen der Nieren und ableitenden Harnwege. Dies wird zum einen durch ein standardisiertes Untersuchungsvorgehen, zum anderen durch die Möglichkeit der telemedizinischen, fachübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Untersucher und Konsilärzten mit ausgewiesener Erfahrung erreicht. Dadurch können dann individuelle Behandlungskonzepte auf dem neuesten Wissensstand eingeleitet werden.

Die notwendige Anwendersoftware ist auf einem Server hinterlegt und allgemein verfügbar. »Sie kann in einer Klinik oder Praxis heruntergeladen und vor Ort installiert werden. Die Software bietet Unterstützung bei der Dokumentation durch einen vorgegebenen Untersuchungsablauf der Sonographie mit auszufüllenden Pflichtfeldern sowie Plausibilitätskontrollen«, sagt Dr. Hohenfellner. Das Programm ist für alle Altersstufen anwendbar.

Seine Effizienz gerade im niedergelassenen Bereich wurde bereits in Arztpraxen erprobt. Dabei hat sich herausgestellt, dass die reine Datenerfassung nicht zu einer Qualitätsverbesserung geführt hat, sondern diese erst durch die Einführung von Pflichtfeldern, Plausibilitäten usw. erreicht wurde. »Ziel ist, dieses Programm sowohl bei Kollegen in der Praxis wie auch in den Kliniken zu implementieren«, so die Ärztin. Schulungen für niedergelassene Ärzte hätten bereits seit 2012 stattgefunden. Aktuell seien auf dem Server 52 Praxen und Kliniken angemeldet.

Auch die spezielle Sonographie, die personell, zeitlich und apparativ sehr aufwändig sei, könne sich nur entwickeln, wenn die Basis-Sonographie qualitativ besser und damit effektiver werde, versichert Dr. Hohenfellner. Bjr