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Traunsteiner Stadtrat will keine Beleuchtung entlang der Traun

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Nahe dieser Stelle war früher der Bahnhaltepunkt, nun wurde er 500 Meter Richtung Norden verlegt. Einige Eltern hätten sich deshalb eine Beleuchtung entlang des Traunwegs gewünscht. Der Traunsteiner Stadtrat sprach sich dagegen aus. (Foto: Reiter)

Traunstein – Es wird keine Beleuchtung entlang des Traunwegs zwischen dem neuen und alten Bahnhaltepunkt in Seiboldsdorf geben. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Traunsteiner Stadtrat mit 14 zu 8 Stimmen. Den Bahnsteig hatte die Deutsche Bahn um 500 Meter nach Norden verlegt. Die Kosten für eine Beleuchtung dort würden mit rund 53 000 Euro zu Buche schlagen, so die Stadtwerke.

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Oberbürgermeister Christian Kegel sagte, dass vor allem einige Eltern ein ungutes Gefühl hätten, wenn ihre Kinder im Dunkeln auf dem unbeleuchteten Traunweg durch den Auwald gehen müssten. Er erwähnte aber auch, dass es Alternativen zum Zug gebe, nämlich den Bus und den Rufbus.

Wilfried Schott (Grüne) kritisierte, dass die Bahn den Haltepunkt verlegt hat, »ohne daran zu denken, welche Konsequenzen damit verbunden sind«. Er betonte, dass nur sehr wenige Leute in den Zug einsteigen würden. »Da können wir uns die Beleuchtung sparen.«

Robert Sattler (SPD) sagte, dass der Weg zum Zug länger sei als der zum Bus. »Die Alternativen sind also da, deshalb werde ich nicht für eine Beleuchtung stimmen.«

Thomas Graf (Traunsteiner Liste) war der Meinung, dass es nur wenige Monate im Jahr seien, in denen die Kinder im Dunkeln zur Schule gehen müssten. »Da sollen sie Taschenlampen mitnehmen, das gefällt ihnen sicher eh gut.«

»Licht ist Sicherheit«, widersprach dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner (SPD), die die Stadt hier durchaus in der Pflicht sah. Außerdem erwähnte sie, dass am Wochenende kein Bus fahre.

Einen Antrag auf Ende der Debatte stellte zweiter Bürgermeister Hans Zillner (CSU). Diesem wurde stattgegeben. KR