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Traunsteiner Stadtrat setzt auf Altgewohntes

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Ein gewohntes Bild: Oberbürgermeister Manfred Kösterke (Mitte) mit seinen alten und neuen Stellvertretern 2. Bürgermeister Hans Zillner und 3. Bürgermeisterin Traudl Wiesholer-Niederlöhner.

Traunstein. Vieles bleibt beim Alten im Traunsteiner Stadtrat – zunächst: Denn der neu gewählte Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) wird sein Amt erst am 15. Juli antreten. In der konstituierenden Sitzung des Stadtrates am gestrigen Donnerstag wurde er zusammen mit fünf weiteren Neulingen erst einmal als Stadtrat vereidigt. Die weiteren 18 Stadträte gehören dem Kommunalparlament bereits seit mindestens einer Legislaturperiode an.


Unverändert bleiben auch die Stellvertreter des Oberbürgermeisters: Zweiter Bürgermeister ist wieder Hans Zillner (CSU); zur dritten Bürgermeisterin wurde Traudl Wiesholer-Niederlöhner (SPD) gewählt. Die UW als drittstärkste Kraft im Stadtrat ging bei dieser Wahl leer aus – obwohl Oberbürgermeister Manfred Kösterke (selbst UW) sich dafür noch eingesetzt hatte: Sein Verweis, dass für die SPD gelten müsse, was 2008 für die UW galt – dass sie das Amt des 3. Bürgermeisters nicht bekommen sollte, weil sie den 1. Bürgermeister stellt – sorgte vor allem bei Traudl Wiesholer-Niederlöhner sichtlich für Verärgerung. Gewonnen hat sie die Wahl dennoch mit 13 Stimmen vor Ernst Haider (UW) mit sechs Stimmen und Burgi Mörtl-Körner (Grüne), ebenfalls mit sechs Stimmen. Klarer fiel das Votum für Hans Zillner aus (17 Stimmen; 7 Stimmen für Dr. Christian Hümmer und eine Stimme für Karl Schulz – alle CSU). Auch hier hatte Kösterke zuvor seine Meinung kundgetan und »nix für ungut Hans Zillner« eine Generationennachfolge innerhalb der CSU angeregt.

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Diskutiert wurde über einen Antrag der Grünen zur künftigen Geschäftsordnung. Sie wollten ein Rederecht von Bürgern zu Beginn der Sitzung verankern. Voraussetzungen sollten sein, dass dem ein schriftlicher Antrag vorausgeht und die Redezeit maximal fünf Minuten beträgt. »Es ist schwer abschätzbar, welche zeitlichen Auswirkungen das hat«, gab Kösterke zu bedenken. Auch Dr. Thomas Graf (Traunsteiner Liste) befürchtete, dass die Sitzungen in die Länge gezogen würden. Mit 15 zu 10 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt. Ein ausführlicherer Bericht dazu und zu weiteren Beschlüssen der konstituierenden Sitzung folgt in unserer morgigen Ausgabe. ka