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Traunsteiner Rinderzüchter erfolgreich auf dem ZLF

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Seppi Niederbuchner erwies sich erneut als Ausstellungsprofi und errang mit der Kuh Laura von seinem Onkel Christian Niederbuchner den Klassensieg bei den Kühen mit vier Kälbern.

Traunstein – Traunsteiner Züchter beteiligten sich erfolgreich bei der Landestierschau auf dem Zentrallandwirtschaftsfest in München. Sie stellten erneut einen von sechs Klassensiegern und einen Klassenreservesieger beim Fleckvieh – ein hervorragendes Ergebnis bei fünf ausgestellten Traunsteiner Fleckviehkühen und einer Konkurrenz von rund 50 ausgestellten Kühen aus ganz Bayern. Bei den Stieren errang der im Zuchtgebiet gezüchtete Stier Waldbrand einen 1b-Preis. Drei exzellente Pinzgauer Kühe repräsentierten diese Rasse.


Mit dem mittlerweile zehnjährigen Stier Waldbrand von der Bayern Genetik war auch ein Traunsteiner Zuchtprodukt vertreten. Waldbrand, von dem inzwischen über 60 000 Kälber in Bayern geboren sind, stammt aus dem Zuchtbetrieb Schöndorfer in Piding. Auch seine Mutter Salon wurde durch einen Klassenreservesieg auf dem ZLF bekannt.

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In der Klasse Kühe mit sechs und mehr Kalbungen stellten sich Züchter Hubert Hartl aus Seeon-Seebruck mit seiner Kuh Hanuta und Georg Wolfertstetter aus Palling mit der Kuh Iberia dem Wettbewerb. Hanuta wurde Klassenreservesieger. Die rahmige Rumgo-Tochter Hanuta beeindruckte durch ein sehr drüsiges Euter in einen guten Eutersitz sowie einem tadellosen Exterieur. Die mittelrahmige Rau-Tochter Iberia beeindruckte ebenfalls mit einem sehr drüsigen Euter. Sie ist eine der wenigen Ausstellungskühe, die bereits einen Sohn im Besamungseinsatz hat. Von ihrem Sohn Packo laufen derzeit die Töchter aus dem Prüfeinsatz mit Leistungen auf. An der Klasse Kühe mit fünf Kalbungen nahmen Anton Remmelberger aus Tittmoning mit der Kuh Stereo und Bernhard Esterer aus Teisendorf mit der Kuh Ronda teil. Die Rumgo-Tochter Stereo hatte sich am Vortag eine Zwischenklauenentzündung in dem rauhen Quarzsand des großen Vorführringes zugezogen. Auch die Huascaran-Tochter Ronda konnte ihren Klassensieg vor vier Jahren nicht wiederholen. Optimale Winkelung, trockene Sprunggelenke verbunden mit einer guten Euteranlage, so glänzte sie noch auf der Verbandstierschau im Sommer. Offenbar war sie aber von der Witterung und den Platzverhältnissen genauso wenig begeistert wie Aussteller und Zuschauer.

Die jüngste Traunsteiner Kuh Laura von Christian Niederbuchner aus Nußdorf war die erfolgreichste Vertreterin der Traunsteiner Fleckviehzucht. Auch Lauras Vater Delmonte wurde auf dem Betrieb gezüchtet. Hervorragend betreut von Seppi Niederbuchner holte Laura den Klassensieg bei den Kühen mit vier Kälbern. Bei der Begründung hob der Preisrichter das drüsige Euter und das feine, trockene Fundament hervor.

Sehr viel Aufsehen ziehen immer wieder die Pinzgauer Züchter auf sich. Die Traunsteiner Züchter boten aber nicht nur ein farbenprächtiges Bild mit ihren Kühen, aufgekranzt mit Fuikln, sie waren auch würdige Vertreter dieser Rasse in München. Den Klassensieg errang die Kuh Enzian von Anna Sterzinger aus Marktschellenberg. Vorgestellt wurde sie von Tobias Schäfer, der in dem Betrieb für die Landwirtschaft verantwortlich ist. Den 1b-Preis errang Martin Gramelsberger aus Übersee mit der Lotus- Tochter Ella. Die Familie Gramelsberger opfert sehr viel Zeit, um diese gefährdete Rinderrasse bei Ausstellungen zu repräsentieren. Komplettiert wurde die Klasse mit der Kuh Kitzbühl, die von Josef Koller aus Bischofswiesen gezüchtet wurde. fb