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Traunsteiner Malteser räumten in Rosenheim ab

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Die Traunsteiner freuten sich über den ersten Platz beim Diözesan-Sanitätswettbewerb der Malteser. Zum Erfolg gratulierten der Traunsteiner Kreisbeauftragte Max Rauecker (von links), Diözesanleiterin Stephanie Freifrau von Freyberg und der Rosenheimer Kreisbeauftragte Hans Kerschbaumer. Dem Siegerteam gehörten an Sebastian Sedlmeier, Tine Sedlmeier, Maximilian Geppert, Maximilian Letschert, Verena Geisberger, Josef Hinterschnaiter, Michael Wiedemann und Carolin Puchstein. Im Vordergrund mit dem Siegerpokal Gruppenführer Karl-Heinz Blaschko. (Foto: Matthias Sandau)

Traunstein – Beim Diözesanwettbewerb der Sanitätseinheiten in Rosenheim konnten die Gruppen der Kreisgliederung Traunstein über einen Vierfachsieg jubeln. Die Helfergruppe, also das Erwachsenen-Team, siegte ebenso wie die Jugend- und die Kindergruppe. Auch die Schulsanitäter des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein sicherten sich in ihrer Kategorie den ersten Platz. Mit dem Sieg beim Diözesan-Sanitätswettbewerb qualifizierten sich alle vier Traunsteiner Gruppen für den Malteser-Bundeswettbewerb, der im nächsten Jahr in Landshut stattfinden wird. Die Traunsteiner treten dann für den Malteser-Diözesanverband in der Erzdiözese München und Freising an.


Mehr als 230 Teilnehmer wetteiferten in Rosenheim auf dem Gelände der Bundespolizei um Punkte und Sieg. An spektakulär nachgestellten Unfallsituationen mussten die Sanitätseinheiten ihr Können in der Erstversorgung von Verletzten und Erkrankten beweisen. Dabei ging es um rettungsmedizinische Fachkenntnisse und praktische Fähigkeiten ebenso wie um die Zusammenarbeit im Team bei der Versorgung größerer Schadensfälle. Anspruchsvollste Aufgabe war die Versorgung zahlreicher Menschen nach einem Blitzschlag.

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Viel zu tun gab es für die 34 Helfer, die es unter den kritischen Blicken der Schiedsrichter schafften, alle Patienten zu versorgen, zu beruhigen, zu einem Sammelplatz zu bringen und anschließend dem Rettungsdienst zu übergeben. Damit im Ernstfall diese Zusammenarbeit im Team, mit anderen Hilfseinheiten und mit dem Rettungsdienst funktioniert, müsse immer wieder geübt werden, zum Beispiel im Rahmen des Diözesanwettbewerbs, der alle zwei Jahre stattfindet, sagte Christiana Mitterer aus Siegsdorf. Sie ist Referentin für Notfallvorsorge der Malteser in der Erzdiözese.

Zuvor mussten die Helfer sieben andere Aufgaben bewältigen. Neben theoretischem Wissen mussten sie sanitätsdienstliche Kenntnisse in der Praxis nachweisen und unter anderem Verletzte bei einem Grillunfall, einem Motorradunfall sowie einen Patienten mit Verdacht auf einen Schlaganfall versorgen. Die jungen Helfer mussten unter anderem auch zeigen, dass sie einen Demenzpatienten beruhigen, einen Rollstuhlparcours bewältigen und mit fünf zusammengebundenen Stiften gleichzeitig ein gemeinsames Bild zum Rettungsdienst malen können.

Die siegreiche Helfergruppe aus Traunstein wurde von Gruppenleiter Karl-Heinz Blaschko angeführt. Seinem Team gehörten Sebastian Sedlmeier, Tine Sedlmeier, Maximilian Letschert, Verena Geisberger, Carolin Puchstein, Michael Wiedemann, Maximilian Geppert und Josef Hinterschnaiter an. Das Jugendteam mit Gruppenleiter Michael Winklmaier bestand aus Andrea Geischeder, Lea Zeitel, Sarah Winklmaier, Magdalena Lauterbach, Claudia Schweble, Eva Weitemeyer und Verena Posch.

Das jüngste Siegerteam, die Kindergruppe aus Traunstein, trat mit Lena, Leonie und Laura Schnitzlbaumer aus Surberg, Nina Albrecht, Miriam Glaser, Alexandra Mooser und Amelie Weitemeyer an. Gruppenleiterin war Maria Schnitzlbaumer aus Siegsdorf.

Bei den Malteser-Schulsanitätern, die alle vom Annette-Kolb-Gymnasium kamen, war das Team um Gruppenführerin Leonie Weiss nicht zu schlagen. Zusammen mit Lisa Enzensberger, Alexandra Jira, Jeremias Abel, Leonie Stiriz, Luca Jahrmarkt und Tami Rein belegten auch sie den ersten Platz.

Ziel des Wettbewerbs ist vor allem die engere Vernetzung im gesamten Diözesanverband. Die teilnehmenden Gruppen kamen aus den Malteser-Gliederungen in der Stadt sowie im Landkreis München, Fürstenfeldbruck, Wolfratshausen, Erding, Ebersberg, dem Berchtesgadener Land und Rosenheim.

Der Kreisbeauftragte der Traunsteiner Malteser, Max Rauecker, freute sich über den Vierfachsieg. Dass sich die Sanitätsgruppen in einem Wettbewerb messen, diene nicht dem Selbstzweck, sondern dazu, dass die Hilfe der Malteser im Sanitäts- und Rettungsdienst weiterhin auf hohem Qualitätsstandard erfolge.

Im Anschluss an dem Wettbewerb fand in der Fahrzeughalle des Technischen Hilfswerks (THW) ein Gottesdienst mit allen Teilnehmern des Diözesanwettbewerbs, zelebriert von Diözesanseelsorger, Prälat Josef Obermaier, statt. Beim anschließenden Helferfest wurden alle Gliederungen geehrt und an die Gewinner wurden Urkunden und Pokale überreicht. pv