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Traunsteiner Feuerwehr zu 202 Einsätzen gerufen

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Mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Silber für 25 Jahre aktive Dienstzeit zeichnete Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein (rechts) Christian Schulz aus. Ihm gratulierte auch der stellvertretende Stadtbrandinspektor Werner Huber (links).

Traunstein – Zu 202 Einsätzen ist die Feuerwehr Traunstein im vergangenen Jahr gerufen worden; dabei sind 2303 Einsatzstunden zusammengekommen. »Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr stabilisiert«, stellte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Werner Huber bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Sailer-Keller fest. Zum Glück habe es keine Großschadensereignisse gegeben. Auch sei das Stadtgebiet von erwähnenswerten Brandschäden verschont geblieben.


Ansonsten gab es wieder eine ganze Reihe von technischen Hilfeleistungen – von Unfällen bis zu Sturmschäden. Wie in jedem Jahr belasteten 52 Alarme durch Brandmeldeanlagen die Feuerwehr. Auf den Landkreis entfielen 18 Einsätze. Huber erwähnte den Brand einer Schreinerei in Surberg sowie das Feuer auf der Dampfalm bei Bergen, wo die Traunsteiner aber nicht mehr eingreifen mussten.

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Deutlich mehr Übungsstunden geleistet

Mit 8981 Übungsstunden wurden erheblich mehr als im Vorjahr geleistet. Neben den 24 Übungsabenden sind darin die Übungsstunden der Atemschutzgeräteträger bei Belastungsübungen, die der CSA-Träger, die Fahrer- und Maschinistenausbildung, das Training der Absturzsicherung und die Ausbildung des Messtrupps enthalten. Die Jugendgruppe leistete 2480 Übungsstunden.

Die Feuerwehr Traunstein hat 100 aktive Feuerwehrler und zehn Jugendliche. »Der Personalstand ist aufgrund zunehmender Übernahmen aus unserer erfolgreichen Jugendgruppe leicht ansteigend«, so Huber. Auch die Nachwuchssituation sei stabil.

Von der Jugendgruppe berichtete Thomas Konarski von der Präsentation am Tag der offenen Tür. Außerdem durfte sie sich im Chiemgau-Gymnasium vor rund 200 Schülern vorstellen. Gemeinsam mit der Haslacher Feuerwehrjugend war der Nachwuchs bei der Blaulichtmeile während der Traunsteiner Rosentage dabei. Auch nahm er am Kreisfeuerwehrjugendtag in Lampoding teil. Ein besonderes Ereignis war der zweitägige Berufsfeuerwehrtag mit Einsatzübungen, bei denen ein »Imagefilm« gedreht wurde.

Dass es der Traunsteiner Feuerwehr nicht langweilig werde, stellte Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein fest. Es sei schon eine beachtliche Zahl an Einsatz- und Übungsstunden. Erfreut war er über die rege Jugendgruppe. Das Geld für die Feuerwehren der Stadt sei gut angelegt, sagte er in Richtung von Oberbürgermeister Christian Kegel. Für 25 Jahre aktive Dienstzeit übergab er Christian Schulz das silberne Feuerwehrehrenkreuz.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Herbert Enthofer, blickte auf die »Aktion Christbaum« zurück, bei der 1450 ausgediente Christbäume eingesammelt wurden. Wichtig sei wieder die Parkplatzbewachung gewesen. Die Einnahmen würden immer wieder für die Beschaffung von Ausstattung verwendet, so der Vorsitzende. An der Anschaffung eines Kommandowagens könne sich der Verein deshalb mit 15 000 Euro beteiligen. Als besonderes Ereignis hob er die kirchliche Weihe und Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 20/20 am Tag der offenen Tür mit über 3000 Besuchern hervor.

Den Jahresrückblick gab Schriftführer Robert Scholz. Die Kameradschaft wurde mit einem Jahresessen, einem Winterfest und einem Grillfest gepflegt. Der Ausflug führte ins Stubaital und nach Innsbruck. Zudem nahmen einige Mitglieder an der Stadtmeisterschaft im Schießen teil. Die Fahnenabordnung nahm achtmal an Anlässen wie Florianitag, Feuerwehrfesten und Gedenkfeiern zum Volkstrauertag teil.

Feuerwehrarzt Dr. Gerhard Binder berichtete von der Renovierung der alten Drehleiter DL 25 durch einen Oldtimer-Freundeskreis der Feuerwehr. Beulen und Schäden seien beseitigt worden. Er lobte alle Helfer, die das Fahrzeug zerlegt und wieder zusammengebaut sowie Ersatzteile hergestellt hatten. »Der Weg ist nicht mehr weit, aber noch nicht zu Ende«, schilderte er den Stand der Restaurierung. 20 Freunde unterstützen sie mit einer jährlichen Spende. Die Spenden hätten jedoch bei weitem nicht ausgereicht. Dr. Binder warb daher um weitere Mitglieder.

Mit dem zweiten Vorsitzenden Johannes Thanbichler nahm der Vorsitzende Enthofer die Ehrung langjähriger Mitglieder vor: Raimund Fischer, Johann Geierstanger, Franz König, Josef Maier und Christian Schulz (25 Jahre), Herbert Niederstrasser, Josef Weiniger und Ludwig Huber (60 Jahre sowie Karl Laimer (70 Jahre).

Lob von Oberbürgermeister Christian Kegel

Oberbürgermeister Christian Kegel lobte den Verein für seine Tätigkeiten, die für das Leben in der Stadt äußerst wichtig seien. Zudem hob er den Zuschuss von 15 000 Euro für das in Auftrag gegebene Kommandofahrzeug hervor. Die Aktiven schützten Leben und Sachwerte der Bürger. Es sei daher wichtig, dass die Feuerwehr entsprechend ausgestattet sei. Ihm treibe es die Zornesröte ins Gesicht, wenn er höre, dass Mitglieder der Blaulicht-Organisationen angepöbelt würden.

Schließlich kritisierte Dr. Binder erneut den Verkauf der zweiten Drehleiter und verwies auf den Brand am Kniebos. Die zweite Drehleiter aus Traunreut sei erst nach 20 Minuten gekommen. Gott sei Dank sei der Brand glimpflich verlaufen. Eine Schul- und Behördenstadt mit Klinikum brauche zwei Drehleitern, forderte er. Bjr