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Traunsteiner Berufsschule 3 holte sich ersten Preis bei Schulgartenwettbewerb

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Umweltminister Dr. Marcel Huber (von rechts) überreichte den Preis an: Berufsschullehrerin Burgi Mörtl-Körner und die Schüler Matthias Nachbar, Michael Wolferstetter und Florian Eidenhammer.

Traunstein. Hohe Auszeichnung für die Staatliche Berufsschule 3 in Traunstein: Beim bayernweiten Schulwettbewerb unter dem Motto »Natur und Nachhaltigkeit im Schulumfeld« holte sie sich einen ersten Platz. Knapp 200 Schulen hatten an dem Wettbewerb teilgenommen, neun Preisträger gab es.


Die Berufsschule hat keinen Schulgarten im klassischen Sinn. Die Schüler der Gärtner-, Hauswirtschafts- und Landwirtschaftsklassen betreuen eine Streuobstwiese, die die Stadt Traunstein vor sechs Jahren im Stadtteil Geißing angelegt hat. Sie schneiden die Bäume und haben auch vor, das Obst zu ernten. »Geplant ist, dass die Schüler der Hauswirtschaftsklasse aus dem Obst Marmelade oder Säfte herstellen«, erklärt Lehrerin Burgi Mörtl-Körner, die Betreuerin des Projekts. Die Erzeugnisse sollen dann an die Traunsteiner Tafel gehen.

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Dem nicht genug: In Geißing haben die Schüler, die das Berufsgrundschuljahr Landwirtschaft absolvieren, auch ein Insektenhotel errichtet. Inzwischen stehen in Geißing auch zwei Informationstafeln, die über die beiden Projekte der Berufsschule informieren. Der Lions-Club Traunstein hatte das Schulprojekt mit 1500 Euro gefördert.

Jetzt steht den Schülern noch einmal der gleiche Betrag zur Verfügung. Der erste Preis des Schulgartenwettbewerbs ist nämlich mit 1500 Euro dotiert. Die Auszeichnung nahmen am gestrigen Montag die Stellvertretende Schulleiterin Christiane Elgass, Lehrerin Burgi Mörtl-Körner und die Schüler Florian Eidenhammer, Matthias Nachbar und Michael Wolferstetter in München entgegen. »Die Schüler haben sich sehr gefreut über den Preis«, erzählt Mörtl-Körner. Und sie würden mit viel Einsatz an den Projekten mitwirken.

Gestern gratulierten ihnen gleich zwei Staatsminister zu dem Geleisteten. Kultusminister Spaenle erläuterte bei der Preisverleihung den Wert eines Schulgartens: »Schulgärten bieten beste Voraussetzungen für erfolgreiche Umweltbildung in der Schule.« Dem pflichtete auch Umweltminister Dr. Marcel Huber bei: »Schulgärten sind besondere grüne Oasen, die unsere heimische Artenvielfalt, die bayerische Natur- und Kulturlandschaft erlebbar machen.«

Bei dem Wettbewerb hatten rund 200 Schulgartenteams aller Schularten beworben. Anschließend machte sich die Jury vor Ort ein Bild von den interessantesten Projekten und kürte die Gewinner in drei Kategorien. Der Schulgartenwettbewerb ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bayerischen Umweltministeriums und des Bayerischen Kultusministeriums, des Landesverbands für Gartenbau und Landespflege sowie des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern.