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Traunstein: »Können nicht auf den Parkraum verzichten«

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Das Parkhaus an der Scheibenstraße steht inzwischen nur mehr Dauermietern zur Verfügung. Da das Gebäude aber in die Jahre gekommen ist, muss sich die Stadt darüber Gedanken machen, ob es saniert, neu gebaut oder die Fläche künftig anderweitig genutzt werden soll. (Foto: Artes)

Traunstein – Wie soll es künftig mit dem Parkhaus an der Scheibenstraße weitergehen? Mit dieser Frage befasste sich der Planungsausschuss. Denn: Die weitere Nutzungsdauer wird im derzeitigen Zustand auf maximal fünf Jahre geschätzt.


Eröffnet wurde das Parkhaus im Juli 1996. Trotz des doch eher jungen Alters ist das Gebäude schon in die Jahre gekommen, denn durch die offene Bauweise ist es jeglicher Witterung ausgesetzt, hinzukommen erhebliche Schäden durch Chlorid. Die Mitglieder des Planungs- und Finanzausschusses sowie des Stadtrats müssen sich nun Gedanken darüber machen, ob das Parkhaus noch einmal saniert, bis zur »gefährdungsbedingten Schließung« weitergenutzt oder vorzeitig abgebrochen werden soll.

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Wie Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) im Planungsausschuss erklärte, herrsche im Bereich der Unteren Stadt schon jetzt ein großer Parkdruck. Man müsse sich deshalb rechtzeitig Gedanken machen, wie es nach der Schließung weitergehen soll.

Karl Schulz (CSU) denkt, dass man Ersatz brauchen werde. »Wir müssen schon jetzt überlegen, wie es weitergeht. Verzichten können wir auf den Parkraum nicht.« Ob die Lebenszeit des Parkhauses überhaupt normal sei, wollte Dr. Christian Hümmer (CSU) wissen. Gerhard Hogger vom Straßenbauamt informierte, dass man bei einem offenen Parkhaus, das jeglicher Witterung ausgesetzt ist, mit einer Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren rechnet, außer es werde ständig saniert. »Es ist nicht vergleichbar mit einem normalen Bauwerk, denn es trocknet nie aus und arbeitet ständig.« Aufgrund des Parkdrucks sprach sich auch Hümmer dafür aus, nach einer Ersatzlösung zu suchen – allerdings »mit längerem Bestand«.

Einstimmig entschied der Planungsausschuss, das Parkhaus ohne Sanierung bis zum Ende der Standsicherheit weiter zu betreiben. Überlegungen zur Folgenutzung des Grundstücks sollen sofort eingeleitet werden.

Wie Stadtpressesprecherin Carola Westermeier auf unsere Nachfrage noch mitteilte, müssen sich Parkhausnutzer bezüglich der Standsicherheit des Gebäudes derzeit aber keine Sorgen machen. »Die Überprüfungen erfolgen turnusmäßig, um jedwedes Risiko auszuschließen.« Die Stadt werde das Parkhaus auch sicher nicht so lange nutzen, bis es »zusammenfällt«.

Erst Ende vergangenen Jahres war das Parkhaus Thema in Ausschüssen und Stadtrat. Damals war beschlossen worden, es künftig nur noch an Dauerparker zu vermieten. Dies wurde inzwischen auch umgesetzt. Insgesamt stehen in dem Gebäude 200 Parkplätze zur Verfügung. jar