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Traunstein: Die Klosterkirche wird teurer als geplant

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Die Klosterkirche in Traunstein. Foto: Reiter

Die Sanierung der Klosterkirche wird teurer als geplant. »Wir liegen etwa sieben Prozent über der Kostenberechnung«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel im Stadtrat. Derzeit betragen die Gesamtkosten 9,41 Millionen Euro. Die Baumaßnahme liegt laut Kegel aber zumindest im Zeitplan: »Das Gebäude sowie der Schulhof werden im Jahr 2018 fertig«, sagte der Rathauschef auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts.


Die Kostenschätzung für die Sanierung der Klosterkirche lag 2014 bei 7,47 Millionen Euro, die Kostenberechnung bei 8,03 Millionen Euro (Stand 2015) und die fortgeschriebene Kostenberechnung (Stand 2016) bei 8,80 Millionen Euro. Im Vergleich zu dieser beträgt die Kostensteigerung 6,96 Prozent, so die Stadt in ihrer Beschlussvorlage.

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Darin werden auch die Baufortschritte aufgeführt: Am Dachstuhl der Klosterkirche sind die Zimmererarbeiten in vollem Gang, die Sanierung der Ostseite ist abgeschlossen. Im Inneren der Klosterkirche werden derzeit die Wandflächen und das Deckengewölbe bearbeitet. Der Fernwärmeanschluss ist erfolgt. Der Estrich im Kirchenraum wird derzeit aufgeheizt. Im Bereich der Künstlergarderoben wird der Innenausbau weiter vorangetrieben. Die Unterkellerungsarbeiten mit Durchbrüchen zum Neubau im Bereich des Südflügels und der Kirchenapsis sind abgeschlossen. Die Arbeiten an der Bodenplatte (Verlegung der Rohrleitungen) können aufgrund des günstigen Wetters voraussichtlich zeitnah wieder aufgenommen werden, heißt es in der Beschlussvorlage. In der jüngsten Stadtratssitzung wurden nun – wie bereits in den vergangenen Sitzungen – Nachträge behandelt und einstimmig abgesegnet: Gewerk Tischler: Fenster, Türen außen: € insgesamt rund 6800 Euro; Gewerk Zimmerer: € rund 2600 Euro; und Gewerk Baumeister rund 18 100 Euro. Insgesamt liegen die Kosten derzeit einschließlich Ausschreibungsergebnissen und Nachtragsvereinbarungen bei 9,41 Millionen Euro. Die Stadt geht aber davon aus, »dass die Zeit der großen Überraschungen« nun vorbei ist. Klaus Hechfellner, der Leiter es Stadtbauamts, rechnet deshalb nicht damit, dass es zu einer »weiteren erheblichen Kostenmehrung« kommt, wie er auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts betonte

Das sieht auch Oberbürgermeister Christian Kegel so. Hinsichtlich der Nachträge zur Klosterkirche sei zu sagen, dass sich diese in normalem Rahmen bewegen. »Gerade bei alten Gebäuden, deren Bausubstanz man endgültig erst dann beurteilen kann, wenn man sie sozusagen offenlegt, ist man vor mancher Überraschung nicht gefeit«, betonte der Rathauschef. »Insbesondere die Substanz des Dachstuhls, aber auch die Unterfangungen waren in keinem guten Zustand«, erklärte er weiter.

Außerdem habe die notwendige Beprobung des Erdreichs (wir berichteten) zu mancher Nachzahlung geführt. »Wir halten insgesamt den Kostenrahmen sehr gut ein, die Mehrung gegenüber der Kostenberechnung beträgt weniger als sieben Prozent. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, gerade im Vergleich zu anderen Großbaumaßnahmen, die nicht von der Stadt geplant wurden«, betonte der Oberbürgermeister. KR