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Traunstein bekommt Martin-Luther-Platz

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Der Platz vor der evangelischen Auferstehungskirche wird künftig Martin-Luther-Platz heißen. Einem entsprechenden Antrag stimmte der Stadtrat zu. (Foto: Reiter)

Traunstein – Was in den Ausschüssen noch heiß diskutiert wurde, war im Stadtrat kein Thema: Die Höhe des Zuschusses für die Kulturfabrik NUTS und das Kulturhaus Chiemgau. Einstimmig beschlossen wurde, dass der Platz vor der evangelischen Auferstehungskirche künftig Martin-Luther-Platz heißen soll.


Im Juni hatte die Betreiberin des Kulturhauses Chiemgau, Kerstin Gassdorf, eine Zuwendung zur Förderung kultureller Zwecke in Höhe von 90 000 Euro für 2016 beantragt (wir berichteten), vom Kultur- und Finanzausschuss waren ihr 20 000 Euro gewährt worden. Für eine Gleichbehandlung sei es zu früh, hatte Oberbürgermeister Christian Kegel im Kulturausschuss in Bezug auf das NUTS betont. Die Kulturfabrik bekommt nämlich einen jährlichen Zuschuss von 65 000 Euro.

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Im Stadtrat wurde auf diesen Punkt nicht weiter eingegangen, es wurde lediglich ein Grundsatzbeschluss in Bezug auf die Zuwendungen der Stadt im Bereich Kultur und Heimatpflege gefasst. Enthalten war hier auch, dass das Kulturhaus Chiemgau für heuer eine Zuwendung in Form einer Vorauszahlung in Höhe von 20 000 Euro erhält.

Maximal 3000 Euro werden übernommen

Beschlossen wurde des Weiteren, dass die Stadt an Vereine Zuschüsse in Höhe von 20 Prozent der Ausgaben für die Beschaffungen von zum Beispiel Bekleidung bezahlt. Für Musikveranstaltungen werden bei einem nachgewiesenen Defizit 50 Prozent übernommen, maximal aber 3000 Euro je Einzelfall.

Anlässlich des Jubiläums »500 Jahre Reformation« im kommenden Jahr hatte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Traunstein beantragt, dass der Platz vor der Auferstehungskirche sowie die Gebäude im nördlichen und östlichen Bereich in Martin-Luther-Platz umbenannt werden. Diesem Antrag stimmte der Stadtrat einhellig zu.

Das Gremium hatte sich bereits im vergangenen Jahr mit dem Thema befasst. Denn eigentlich wollten einige Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde, dass die gesamte westliche Crailsheimstraße in Martin-Luther-Straße umbenannt wird. Dafür hatte sich aber keine Mehrheit gefunden. Nun sind von der Umbenennung nur die Auferstehungskirche sowie zwei Verwaltungsgebäude an der Crailsheimstraße 10 und 8a betroffen. Weitere Anleger würden somit nicht durch eine Umbenennung und eine neue Hausnummer belastet, hieß es vonseiten der Verwaltung.

»Dieses Gebiet sollte eigentlich nicht bebaut werden«, sagte Burgi Mörtl-Körner (Grüne) zum geplanten Wohngebiet in der Daxerau. Für sie mache es keinen Sinn, über die Aufstellung eines Bebauungsplans zu diskutieren, »wenn noch gar nicht feststeht, ob da überhaupt gebaut werden darf«.

Das werde nun vom Landratsamt geprüft, entgegnete Oberbürgermeister Christian Kegel. Voraussichtlich werde das Gebiet aber aus dem Hochwasserschutzgebiet herausgenommen. »Wenn nicht, dann darf auch nicht gebaut werden.« – Mit 19:4 Stimmen votierte der Stadtrat für die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Wohngebiet im Bereich der Daxerau.

Geschützte Eidechsen wurden umgesiedelt

Beschlossen wurde auch die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Gewerbegebiet im Bereich der Kiesgrube bei Seiboldsdorf westlich der Hochstraße in Haslach. Der Stadtrat hatte bereits vor zwei Jahren einer solchen zugestimmt. Doch damals konnten die Planungen nicht in der beabsichtigten Form fortgesetzt werden, weil in der Kiesgrube Eidechsen lebten, die unter besonderem Schutz stehen. Diese wurden umgesiedelt. Somit kann nun auch Teil zwei des Gewerbegebiets in Angriff genommen werden. KR