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Traunreuter Wirtschaft in Bewegung

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In der Traunpassage Traunreut ist mittlerweile wieder Leben eingekehrt. Der Traunreuter Wirtschaftsreferent Ernst Biermaier ist sich sicher, dass das Einkaufszentrum durch die Umgestaltung noch mehr an Zustimmung und Bedeutung gewinnen wird. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Handel in Traunreut hat 2014 einen außergewöhnlichen Umbruch erfahren: Ein neues Einkaufszentrum wurde eröffnet und in der Traunpassage ist mittlerweile wieder Leben eingekehrt. »Für die Traunreuter und die Menschen, die aus der Region nach Traunreut zum Einkaufen kommen, war es ein aufregendes Jahr«, fasst der Traunreuter Stadtrat und Wirtschaftsreferent Ernst Biermaier (FW) zusammen. Aber auch in der Industrie und im Bereich Dienstleistung gebe es zukunftsorientierte Entwicklungen.


Dass Veränderungen und Neues mit einem gewissen Maß an Skepsis beäugt werden, sei geradezu natürlich, betont der Wirtschaftsreferent. Biermaier sieht in den Veränderungen aber auch ihre Chancen. »Investoren wollen Kunden und Verbraucher gewinnen.« Der Mitte des Jahres neu eröffnete BayWa Baumarkt finde in der Bevölkerung große Zustimmung, und mit Kaufland habe Traunreut einen Markt von überregionaler Bedeutung. Davon würden der gesamte Handel und die Verbraucher profitieren. Erfreulich sei auch, dass der Hagebaumarkt seine Verkaufsflächen neu strukturiert und umgestaltet habe. Dagegen weist die sogenannte »alte BayWa« immer noch die vollen Leerstands-Flächen auf. Für die Einkaufsstadt Traunreut sei dies über einen längeren Zeitraum aber kein akzeptabler Zustand, betont Biermaier.

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Einen großen Umbruch hat der Eigentümerwechsel der Traunpassage nach 20 Jahren zur Folge. Durch einige Mieterwechsel ist dort eine neue Struktur der Geschäfte entstanden. Dass Umbauten ihre Zeit brauchen, bestreitet Biermaier nicht. Eine offene und offensive Informationspolitik gegenüber dem Verbraucher und der Stadt wäre in seinen Augen jedoch wünschenswert gewesen. Die neugestalteten, bereits geöffneten, Geschäfte ließen aber erkennen, dass hier ein modernes Einkaufszentrum entstehe, das Großstadtflair vermittle. Biermaier: »Die Traunpassage wird im neuen Kleid noch mehr an Zustimmung und an Bedeutung gewinnen, was wiederum für die Stadt und die übrigen Geschäfte nur positiv sein kann.« Stadtrat Alfred Wildmann (FW) unterstreicht die Aussage des Wirtschaftsreferenten. »Es geht langsam wieder aufwärts.« Die Traunpassage sei ein wichtiger Treffpunkt und bilde eine wichtige Achse zur Innenstadt, in der allerdings seit Jahren große Flächen leer stünden, die sich für das Umfeld der Stadt sehr ungünstig auswirken würden. So böte sich beispielsweise der Leerstand im Traunacenter an der Kantstraße für eine repräsentative Stadtbücherei an. Vom Stadtrat wurde die in den Augen der Freien Wähler wirtschaftlich interessante und standortspezifische günstige Variante jedoch mit großer Mehrheit abgelehnt (wir berichteten). Nach Aussagen Biermaiers gebe es Anfang des neuen Jahrs nochmals einen neuen Anlauf. Eine zusätzliche Fläche könnte dort dann noch als Museum genutzt werden. Biermaier begrüßt auch, dass neben den Großbetrieben wie BSH, Heidenhain und Siteco, die permanent investieren würden, auch weitere Firmen, wie Illbruck, ihre Produktion am Standort Traunreut erweitern. Im Bereich der Dienstleistungen habe die Stadt im Zuge des Rathausanbaus in ein neues Bürgerbüro investiert und ein neuer Bauhof befinde sich derzeit im Bau.

Biermaier blickt optimistisch in die Zukunft: »Die Stadt ist in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Dienstleistung in Bewegung.« Dies bedeute auch sichere und neue Arbeitsplätze, ist er überzeugt. Nach dem Aufbau von Organisation, von Strukturen und Aufgabenstellungen müsse allerdings die CIMA (Büro für Citymanagement) nun auch operativ tätig werden und Maßnahmen und Aktivitäten für die Bürger deutlich erkennen lassen. Der Ausblick auf 2015 könne auf dieser Grundlage durchaus positiv stimmen. Mit weiteren mutigen und vorwärts gerichteten Entscheidungen des Stadtrates und von Investoren könne Traunreut eine noch stärkere regionale Bedeutung für Verbraucher, Firmen und Arbeitsplätze gewinnen. ga

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