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Traunreuter gaben positives Stimmungsbild ab

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Bei einer Meinungsumfrage auf dem Bauernmarkt in Traunreut wurden die Traunreuter von einem Forscherteam befragt, was sie von der Geothermie-Anlage halten. Unser Foto zeigt von links Simon Himmel von der RWTH Aachen Universität, Willi Helmdach von den Traunreuter Stadtwerken, Bezirkskaminkehrer-Meister Peter Aumeier und Markus Frey von der Unternehmensberatung CBH. (Foto: Gabi Rasch)

Traunreut. Die Traunreuter Bevölkerung ist dem Geothermie-Projekt gegenüber offenbar sehr positiv eingestellt. Bei einer Umfrage eines Forscherteams beim Bauernmarkt auf dem Rathausplatz zeigten sich die Traunreuter interessiert und gaben ein durchwegs positives Stimmungsbild ab. »Die Traunreuter sind neugierig und das ist gut so«, erklärte Markus Frey, Mitglied des Forscherteams.


»Viel Glück« wünschte der für Traunreut verantwortliche Bezirks-Kaminkehrer-Meister Peter Aumeier dem Projekt. Er hoffe, dass Traunreut die Karte ziehe und dass alles stimmig laufe mit der Wärme und dem Strom, sagte der Kirchanschöringer im Gespräch mit dem kaufmännischen Leiter der Traunreuter Stadtwerke, Willi Helmdach. Nach Angaben der Experten des Forscherteams hätten viele Passanten gezielt das Gespräch gesucht und sich generell positiv über die Erdwärme und das damit verbundene Traunreuter Projekt geäußert. In ihren Augen sollte noch »viel mehr in diese Richtung gemacht werden«.

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Andere Interessierte, wie der frühere SPD-Stadtrat Peter Wimmer, fragten an, ob denn eine Art »Tag der offenen Tür« geplant sei, um sich vor Ort über das Projekt zu informieren.

»Muss man Lärmbelästigungen befürchten?« »Kann es während des Betriebes zu Erderschütterungen kommen?« oder »Wieviel Platz beansprucht ein Geothermiekraftwerk und woher kommt die angeblich so attraktive Erdwärme?« waren weitere häufige Fragen. Die erneuerbare Energiequelle sei deshalb so attraktiv, weil sie keine Treibhausgase und kein Abwasser erzeuge, wetter- und tageszeitenunabhängig und das ganze Jahr verfügbar sei, erläuterten die Experten. Darüber hinaus sei Erdwärme auch flexibel: Sie könne gleichzeitig nach Bedarf und nicht nur nach Angebot genutzt werden.

Wie berichtet, sollen die Traunreuter im Spätherbst mit der Tiefenwärme versorgt werden. Die Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut (GKT) wird dann geothermale Wärme an die Stadtwerke liefern. Parallel zu der im Bau befindlichen, rund 800 Meter langen, Fernwärmeleitung baut die GKT gerade auf dem Geothermie-Bohrplatz ein Fernwärmegebäude, das sich die Kraftwerksgesellschaft und die Stadtwerke teilen. Die GKT installiert in der einen Hälfte die Wärmetauscher und in der anderen Hälfte errichten die Stadtwerke Netzpumpen, Druckhaltung, Heizwassernachspeisung und die Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Von der Netzpumpenstation wird dann das auf 100 Grad Celsius erwärmte Heizwasser bis zur Theodor-Körner-Straße gepumpt und von dort in der Stadt über das Leitungsnetz verteilt. In der parallel geführten Rücklaufleitung wird das auf zirka 60 Grad Celsius abgekühlte Wasser zur erneuten Erwärmung in die Netzpumpenstation zurückgeleitet. ga