weather-image
16°

Traunreut hat ein Citymanagement eingerichtet

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Stadt Traunreut hat rückwirkend zum 1. November ein Citymanagement eingerichtet, das die Stadtentwicklung in den nächsten zwei Jahren nach vorne bringen soll. Die Anlaufstelle bilden die beiden Berater Sarah Dörr und Achim Gebhardt. (Foto: Rasch)

Traunreut. Rückwirkend zum 1. November hat die Stadt Traunreut ein Citymanagement eingerichtet, das die Stadtentwicklung in den nächsten zwei Jahren strategisch nach vorne bringen soll. Achim Gebhardt und Sarah Dörr von der CIMA Beratung + Management GmbH, München, werden wöchentlich 16 Stunden in Traunreut präsent sein und mit einer Lenkungsgruppe und politischen Vertretern einen Fahrplan erarbeiten. Ein Büro, das zugleich Anlaufstelle sein soll, muss noch gefunden werden. »Es wird eine Anlaufstelle geben, aber nicht im Rathaus«, sagte Bürgermeister Franz Parzinger bei der Vertragsunterzeichnung mit CIMA.


Aufgabe des Citymanagements wird es sein, den Investitionsstandort Innenstadt zu stärken, aber auch über den Tellerrand hinaus in die Gewerbegebiete zu blicken. Zunächst müssen nach Angaben der Berater klare Perspektiven für die Versorgungsangebote festgelegt werden. Sprich, welcher Standort eignet sich für welches Sortiment? Damit verbunden ist auch die Belegung von leerstehenden Immobilien, wie beispielsweise das sogenannte »Trauna Center« an der Kantstraße. Die frühere Einkaufspassage – nicht zu verwechseln mit der Traunpassage – steht seit Jahren leer.

Anzeige

Das Citymanagement knüpft auch nahtlos an das Gutachten an, das die Stadt im Rahmen des »Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts – Aktive Zentren« (ISEK) erstellen hat lassen. Der Abschlussbericht des 150-seitigen Gutachtens wurde gleich im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung in einer außerordentlichen Stadtratssitzung vorgestellt. »Die Berater könnten eigentlich schon loslegen«, sagte Ralph Popien, der das Einzelhandels- und Wirtschaftsgutachten vorstellte.

Was das seit Jahren leerstehende »Trauna Center« betrifft, appellierte Popien, umgehend den Namen zu ändern. Die »Alptraum-Passage« werde nicht selten mit der Traunpassage verwechselt, sagte Popien. In seinen Augen müsste das »Trauna Center« für den Einzelhandel total umgebaut werden. Außerdem sollte man dem dort ansässigen Hotel einen Garten spendieren. Weiter schlug er vor, das ebenfalls an der Kantstraße befindliche Tiernahrungsgeschäft auszulagern und nicht zuletzt die »Gute Stube«, den Rathausplatz, zu optimieren.

Wie berichtet, hat sich der Stadtrat erst kürzlich dafür ausgesprochen, einen Großteil des erst vor wenigen Jahren sanierten Rathausplatzes zu pflastern. In den Augen der Planer vertrage der Rathausplatz noch mehr attraktive Gastronomie. Dadurch könnten auch nach Aussagen von Stadtplanerin Anne Beer die Treffpunkte um den Rathausplatz optimiert werden. Beer räumt der Entwicklung grundsätzlich nachhaltige Chancen ein, indem zum Beispiel die Achse Traunpassage–Stadtmitte eine bessere Verbindung erfahre. Auch den Radfahrern und Fußgängern sollte noch mehr Raum eingeräumt werden. Ferner sollte die Stadt, die mit einem hochattraktiven Lichtstandort (Siteco) gesegnet sei, hier ihre Chancen wahren und auch die Kulturstandorte wie das k1 und das »Maximum« noch mehr vernetzen. Diese und weitere Handlungsfelder, die das Gutachten vorschlägt, würden auch zur Imageverbesserung der Stadt mit beitragen, erklärte Beer. »Die Besucher müssen spüren, dass sie sich nicht nur in einer Aussiedlerstadt befinden.« ga

Mehr aus der Stadt Traunstein