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»Traunreut dankt« Elfi Dzial

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Für ihr enormes Engagement bei der AWO Traunreut wurde Elfi Dzial beim Ehrenamtsabend mit der Verdienstmedaille »Traunreut dankt« ausgezeichnet. Die Auszeichnung und einen großen Blumenstrauß übereichte ihr Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter. (Foto: Rasch)

Traunreut – Mit der Arbeiter Wohlfahrt (AWO) ist der Name Elfi Dzial unzertrennlich verbunden. Seit Jahrzehnten bringt sie sich im Traunreuter Ortsverein ein, ist dort seit 20 Jahren Vorsitzende und seit rund einem Jahr ist sie auch Vorsitzende des AWO-Kreisverbands Traunstein.


»Immer präsent, immer engagiert«, würdigte Bürgermeister Klaus Ritter das unermüdliche Wirken der Traunreuterin am Ehrenamtsabend im k1. Für ihr herausragendes Engagement überreichte ihr der Bürgermeister die Verdienstmedaille »Traunreut dankt« und einen großen Blumenstrauß.

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Dass Elfi Dzial die hohe Auszeichnung zu Recht bekommen hat, zeigen die vielfältigen Aktivitäten, die sie im Ortsverband leistet und organisiert: Dazu gehören Städtereisen, Tanzabende, Faschingsveranstaltungen, Geburtstagsbesuche, Spendensammlungen aber auch Initiativen wie Ersatzgroßeltern und Kinderspielnachmittage. Unter anderem unterstützt sie auch Hilfsgüter-Transporte nach Rumänien – die Liste des Betätigungsfeldes ließe sich beliebig fortführen.

Der vielfältige Einsatz für die Allgemeinheit sei nicht hoch genug einzuschätzen, betonte Ritter unter Applaus der rund 300 Gäste. Er stellte auch heraus, dass diese Leistung ohne Rückendeckung der Familie nicht möglich sei, und bedankte sich auch bei Ehemann Günther Dzial mit einem Präsent.

Überrascht und nachdenklich habe sie die Nachricht gestimmt, dass ihre Arbeit gewürdigt werde, sagte Elfi Dzial. »Als ich den Brief von der Stadt erhalten habe, habe ich zunächst gedacht, es ist eine Rechnung.« Sie freue sich über die Würdigung ihrer Arbeit, für die sie aber nicht alleine verantwortlich zeichne. »Ohne Team wäre das alles nicht möglich«.

Elfi Dzial ist eine von vielen Ehrenamtlichen in Traunreut, die sich in 140 Vereinen, Verbänden aber auch privat engagieren. 750 Einladungen wurden von der Stadt versandt und rund 300 Vertreter waren gekommen. Bei angenommenen durchschnittlich 15 Personen pro Verein, komme man auf über 10 000 Personen, die sich ehrenamtlich engagieren, rechnete Ritter vor. Bei rund 20 000 Einwohnern bedeutet das, dass sich die Hälfte davon in irgendeiner Form ehrenamtlich einbringe. Darauf ist der Bürgermeister mächtig stolz: »Welche Stadt kann das schon von sich behaupten, eine der reichsten Städte im Miteinander zu sein?« Zu den Gästen gewandt sagte er: »Sie alle sind Vorbilder, jeder auf seine Art Leitfigur der Traunreuter Gesellschafts- und Sozialstruktur.« Die ehrenamtliche Arbeit der Traunreuter sei von unschätzbarem Wert und verdiene Respekt und Hochachtung.

Auch der Ehrenamtsbeauftragte des Landkreises Traunstein, Florian Seestaller, würdigte das Engagement der Traunreuter. Seestaller informierte über das Angebot im Landkreis Traunstein. Seinen Angaben zufolge gibt es circa 1600 Vereine und ehrenamtliche Organisationen mit etwa 30 000 engagierten Menschen. In seiner nunmehr sechsjährigen Amtszeit habe er erfahren, was in den verschiedensten Themen- und Lebensbereichen von engagierten Bürgern geleistet werde. Er informierte auch darüber, dass seit 2011 die Freiwilligenagentur des Landkreises als Anlaufstelle für die Ehrenamtlichen für Beratungs- und Informationsgespräche zu Verfügung stehe. Auch gebe es eine Servicestelle für Vereine und ehrenamtliche Initiativen, die Fach- und Informationsveranstaltungen anbiete. Mit Fachleuten und Referenten gebe es beispielsweise Seminare für die Basisarbeit. Daneben biete die Freiwilligenagentur auch Tipps für eine zeitgemäße Vereinsführung. Diese fachlichen Informationen seien vor allem deshalb wichtig, weil die Vereine heute vor enormen Herausforderungen stünden. »Es ist nicht mehr so, dass automatisch jeder zu einem Verein im Ort geht.«

Weiter teilte Seestaller mit, dass der Landkreis Traunstein das Ehrenamt in Vereinen und Initiativen finanziell und ideell unterstütze. Er beteilige sich unter anderem an den Übungsleiterzuschüssen und unterstütze den Kreisjugendring finanziell. Außerdem stünden hauptamtliche Ansprechpartner für Senioren, behinderte Menschen und Familien zur Verfügung. Ferner gebe es ein Jugendparlament, in dem die Jugendlichen sich bei politischen Entscheidungsprozessen mit einbringen können. ga