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Traunbrücke in Eisenärzt ist in desolatem Zustand

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Die Traunbrücke in Eisenärzt ist in einem sehr schlechten Zustand. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Stefan Eisenbichler als Fraktionssprecher der UW stellte zum Ende der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres noch eine Frage zum desolaten Zustand der Traunbrücke in Eisenärzt. »Der Straßenbelag und vor allem die beiden Gehsteigborde weisen große Löcher und Risse auf. Wenn das Straßenbauamt den ganzen Sommer über dazu nichts unternommen hat, könnte dann wenigsten die Gemeinde die größten Löcher reparieren?« Er verwies dabei auch auf das erhöhte Gefahrenpotenzial während des Winters.


Den Winterdienst auf der Staatsstraße 2098 übernimmt das Straßenbauamt, die Gehsteigbereiche müssen von der Gemeinde geräumt werden. Bürgermeister Thomas Kamm stellte dazu fest, dass das gemeindliche Bauamt bereits im Frühjahr auf die Schäden hingewiesen hatte, die Gemeinde jedoch nicht die Arbeit der übergeordneten Straßenbaulastträger übernehmen könne. Über das weitere Vorgehen des Straßenbauamts habe das gemeindliche Bauamt keine weiteren Informationen bekommen.

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»Bei knapp 200  Kilometern Gemeindestraßen und mehr als 80 Kilometern Geh- und Radwegen ist unser Bauhof durchaus mit der Instandhaltung der eigenen Verkehrswege ausgelastet«, verdeutlichte Bürgermeister Kamm. Rainer Klapfenberger berichtete von einer Anfrage, die er am 18. Juli an das Straßenbauamt gerichtet hatte. In Bezug auf seine Anfrage zur Reparatur des Brückenbelags bekam er von Peter Maltan vom Bauamt eine E-Mail. Darin steht: »Nach Rücksprache mit unserer Brückenbauabteilung kann ich Ihnen Folgendes mitteilen: Der relativ schlechte Zustand der Traunbrücke in Eisenärzt ist uns bekannt. Mittelfristig soll die Brücke erneuert werden. Kurzfristig ist geplant, die schlechtesten Stellen des Bauwerks zu sanieren. Dazu gehört unter anderem auch, dass der Gehwegbelag auf den Brückenkappen erneuert wird. Derzeit werden die Ausschreibungsunterlagen für diese Maßnahmen erarbeitet, die Reparaturarbeiten sollen voraussichtlich im Herbst 2016 umgesetzt werden«.

Einige Gemeinderäte äußerten Unverständnis über die Vorgehensweise des Straßenbauamts, der Herbst sei jetzt deutlich vorbei. Viele Bürger hätten kein Verständnis mehr für die Situation, vor allem weil die Brücke als Hauptverkehrsweg zum Bahnhof auch für Gehbehinderte und Schulkinder unumgänglich ist. FK