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Traumhaftes Wetter und strahlend weiß-blauer bayerischer Himmel

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Pfarrer Andreas Ager (von links) weihte die Fahnenbänder, die ihm Katharina Trattler für die DJK Otting und Katharina Wimmer für die DJK Kammer darboten. (Fotos: H. Eder)

Waging am See – Traumhafter Festabschluss zum Jubiläum der DJK Otting: ein Himmel so »weiß und blau«, wie nach dem Gottesdienst in der Bayernhymne besungen, ein langer bunter Festzug mit viel Musik und schönen Wagen, eine interessantes »Glaubenszeugnis« des DJK-Fußballers Jonas Eder bei der Messfeier, die am Standort Plosauer Berg ein eindrucksvolle Veranstaltung war – mit einem wunderbaren Blick ins Land hinein bis zu den Bergen.


Schon seit dem frühen Morgen waren die Verantwortlichen der DJK unterwegs, hatten sich mit Ehrengästen bereits zum Weißwurstfrühstück getroffen, ehe allmählich die Abordnungen der Vereine am Zelt eintrafen. Gegen 10 Uhr startete der Kirchenzug vom Sportplatz zum Holzaltar neben der Kirche. Vor dem Altar war ein Sammelsurium an Sportgeräten aufgeschlichtet, das die Abteilungen der DJK symbolisierte. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter Leitung von Konrad Zahnbrecher, begleitet von einer Bläsergruppe der Musikkapelle Otting.

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»Goldene Hochzeit« mit dem kirchlichen Sportverband

Um die 30 Vereine empfing Pfarrer Andreas Ager. In seiner Einführung sprach er von der »Goldenen Hochzeit«, die der Ottinger Sportverein mit dem kirchlichen Sportverband »Deutsche Jugendkraft« (DJK) heute feiere. Er erinnerte kurz an die Gründung, die auch vom damaligen Pfarrer Alois Haslwimmer unterstützt worden war. Bis heute sei der Verein auf kirchlichem Grund zu Hause.

Durchaus ungewöhnlich war, dass anstatt einer Predigt des Pfarrers ein Fußballer der DJK ein »Glaubenszeugnis« ablegte. »Glaube«, so begann Jonas Eder, »ist im Sport ebenso notwendig wie in der Kirche.« Ebenso wie er von Gott überzeugt sein, müsse man auch im Sport davon überzeugt sei, dass man gewinnen wolle. Dabei müsse man nicht zuletzt an sich selbst glauben. Schmunzelnde Zustimmung erhielt er zu der Feststellung, »es gibt nichts Schöneres als zu gewinnen und dann beim Wirt zu feiern«; ein ebensolcher Gewinn liege aber darin, dass man für die Mannschaft kämpft und dafür alles gibt. Und schließlich sei der Zusammenhalt aller besonders wichtig.

Das sehe man bei der 50-Jahr-Feier der DJK, zu der alle zusammengeholfen haben, auch diejenigen im Hintergrund. Ebenso wie diese seien beim Sport die Zuschauer unverzichtbar; denn als Spieler sei es ganz wichtig, dass man von den Besuchern motiviert wird. Das alles klappe in Otting ganz wunderbar. Ohne Zusammenhalt, so Eder, gäbe es keine Kirche, kein Pfarrfest, keinen Gottesdienst, keine Mannschaft, keinen Sportplatz und keine Jubiläumsfeier: »Nur durch Zusammenhalt ist das alles möglich.« Für seine Worte spendeten die Besucher dem jungen Mann spontanen Applaus.

Auch die Fürbitten wurden von Vereinsmitgliedern gesprochen. Einen kleinen Heiterkeitserfolg gab es für ein kleines Mädchen, das bei den Fürbitten den Wunsch äußerte, die DJK Otting möge künftig öfter auf- als absteigen, zumal die vergangenen Jahre nicht so besonders erfolgreich gewesen seien. Zum Ende des Gottesdienstes weihte Pfarrer Ager die Fahnenbänder, die die Ottinger Fahnenbraut Katharina Trattler und ihre Kollegin Katharina Wimmer vom Patenverein, der DJK Kammer, an die Fahne des jeweils anderen Vereins anhefteten. Dabei erwähnte der Pfarrer das heute gute Verhältnis der beiden Sportvereine, die früher angeblich eher miteinander gerauft hätten.

DJK-Vorsitzender Schorsch Steinmaßl würdigte alle Beteiligten an dem Fest und nicht zuletzt »den Herrgott für das perfekte Wetter«, das in der Tat mit Sonnenschein, aber auch schattenspendenden Wolken und dem ein oder anderen kühlen Lüftchen ideal für eine solche Feier war. Schirmherr Bürgermeister Herbert Häusl lobte die große Aufbauleistung, die hinter den erfolgreichen 50 Jahren der DJK Otting stünde, und hob hervor, dass die DJK mit ihrer jährlichen Bierzeltwoche auch zum geselligen Leben beitrage.

Konrad Mack, Vizepräsident des DJK-Diözesanverbandes, lobte den Zusammenhalt der DJK Otting, der tatsächlich dem Wahlspruch des Vereins »Für mi, für di, für uns« entspreche: So sei sehr viel miteinander geschaffen worden. Nicht zuletzt auf seine hervorragende Jugendarbeit dürfe der Verein besonders stolz sein. Claudia Daxenberger schließlich, die Vorsitzende des BLSV-Kreises, meinte, die DJK Otting habe mit der guten Arbeit, die im Verein geleistet werde, das Traumwetter dieses Tages redlich verdient. Auch sie erwähnte die gute Jugendarbeit, die heutzutage besonders wichtig sei, um der nachfolgenden Generation einen Halt zu geben.

DJK-Logo aus Blüten und Sportgeräte am Wagen

Nach der Bayernhymne setzte sich der lange Festzug in Bewegung. In zwei Kutschen durfte die Prominenz Platz nehmen, die Böllerschützen hatten auf ihrem Wagen ihre Büchsen aufgebaut und daneben ein Modell der Ottinger Kirche platziert. Der auffallendste Wagen war der des Gartenbauvereins: Hinten am Wagen prangte das aus vielen Blüten zusammengesetzte Logo der DJK, und an den Seiten des von einem alten Bulldog gezogenen Gefährts waren vielerlei Sportgeräte befestigt. Nach dem Festzug, der sich in der Dorfmitte sogar zu einem Gegenzug ausgebildet hatte, ging es zurück ins Bierzelt, wo sich die Teilnehmer ihr Essen schmecken ließen, von verschiedenen Musikkapellen begleitet. he

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