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Traumergebnis für Bärbel Kofler

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Nach ihrem 100-Prozent-Ergebnis konnte sich Bärbel Kofler so richtig freuen. (Foto: H. Eder)

Waging am See. »Das ist mir noch nie passiert«: So kommentierte eine strahlende Bärbel Kofler die 100-prozentige Zustimmung der SPD-Delegierten aus dem Bundestagswahlkreis Traunstein zu einer erneuten Kandidatur für die kommenden Bundestagswahlen im Herbst 2013. Die 53 Delegierten aus den Ortsvereinen der beiden Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land hatten der langjährigen Abgeordneten aus Bad Reichenhall einen Start nach Maß in den Wahlkampf beschert.


Gut gelaunt und locker, so präsentierte sich Bärbel Kofler der Versammlung im Gasthaus Unterwirt in Waging am See. In ihrer knapp einstündigen Rede setzte sie ihren Schwerpunkt auf soziale Themen, denn diese seien das Fundament der Gesellschaft. »Dafür braucht es finanzielle Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten, um die Zukunft meistern zu können«, so Kofler. Daher fordert sie ein gerechtes Steuersystem, unter anderem mit Wiedereinführung der Vermögenssteuer und einer höheren Abgeltungssteuer, sowie einen festgelegten Mindestlohn. Weitere Themen waren die Solidarrente, die Energiewende, die Finanzkrise oder auch das Betreuungsgeld. Letzteres bezeichnete Kofler als »Krampf« und Beispiel für »ideologische Verblendung«.

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Zufriedenheit herrschte bei der SPD-Versammlung darüber, dass von 56 gewählten Delegierten 53 anwesend waren. Versammlungsleiter Roman Niederberger, der SPD-Kreisvorsitzende im Landkreis Berchtesgadener Land, sah in dem guten Besuch »ein starkes Zeichen für eine basisdemokratisch legitimierte Entscheidung«. Er und sein Kollege aus dem Landkreis Traunstein, Dirk Reichenau, verkündeten dann die jeweils einstimmigen Vorstandsbeschlüsse, dem zufolge man der Meinung sei, dass Bärbel Kofler auch in der nächsten Legislaturperiode den Wahlkreis im Bundestag vertreten solle: »Sie macht das gut«, so Reichenau.

Eine kurze Lobrede auf Bärbel Kofler stimmte anschließend Roman Niederberger an, der in Koflers Anfangszeiten als Abgeordnete ihr Büro betreut hatte. Schon damals habe sie ihre Einkünfte veröffentlicht, sagte Niederberger im Hinblick auf die aktuelle Nebeneinkünfte-Debatte: »Bärbel Kofler war damals schon eine gläserne Abgeordnete.« Zudem sei sie eine von wenigen Abgeordneten, die in ihrem Büro einen Ausbildungsplatz geschaffen habe – unter großen organisatorischen Anstrengungen.

Gewählt wurden noch die Vertreter für die Landesdelegiertenversammlung am 8. Dezember: Delegierte sind Roman Niederberger und Güldane Akdemir, Ersatzdelegierte Peter Aumeier und Bärbel Kofler. he