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Tourismus-Konzept war Thema im Tachinger Gemeinderat

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Taching am See. Wie weit man mit der Umsetzung des neuen Tourismus-Konzeptes für die Waginger-See-Gemeinden bisher gekommen ist, darüber hat Oswald Pehel, der Leiter der Tourist-Information, in der jüngsten Tachinger Gemeinderatssitzung berichtet.


Ein Meilenstein in der Zusammenarbeit der Gemeinden rund um den See sei sicherlich die Entwicklung der »Marke Waginger See« als authentische Genussregion im bayerischen Alpenvorland gewesen, so Pehel. Erfreut zeigte er sich auch darüber, dass sich die beiden Salzachtal-Gemeinden Tittmoning und Fridolfing einhellig angeschlossen haben.

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Neben umfangreichen Werbe- und Marketingmaßnahmen im vorigen Jahr habe man das Internetportal www.waginger-see.de völlig neu entwickelt. Aus der Vielzahl der Werbemaßnahmen griff Pehel bei seinem Vortrag unter anderem die Eröffnung des St. Rupertweges, die Entwicklung der gemeinsamen Radkarte »Radeln von See zu See« und die Vorstellungen der Region in hochkarätigen Zeitschriften heraus. Gut etabliert hätten sich mittlerweile auch der autofreie Sonntag und der Waginger See Triathlon.

Anregung, Volksschwimmen mehr zu bewerben

In der nachfolgenden Diskussion kam die Anregung, das Tachinger Volksschwimmen in die Tourismuswerbung mitaufzunehmen. Auf die Frage nach der Notwendigkeit des Chiemgau Tourismus antwortete Oswald Pehel, dass die Gemeinden um den Waginger See unter dem Dach der Angebotsgemeinschaft Chiemgau gut aufgehoben seien; eine Urlaubsdestination brauche heute einfach eine gewisse Größe und Bekanntheit, um sich gut vermarkten zu können.

Einem Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Einfamilienhauses auf einem Grundstück in Egart verweigerte der Gemeinderat mit einer Gegenstimme das gemeindliche Einvernehmen. Der Antragsteller hat eine Teilfläche eines angrenzenden Grundstücks erworben, um ein Wohnhaus neben dem bestehenden Gebäude zu errichten. Der Abstand von 13 Meter zum bestehenden Gebäude sei laut Antragsteller dringend erforderlich, um eine entsprechende Belichtung und Besonnung für das geplante Wohnhaus zu erhalten. Das geplante Gebäude befindet sich damit aber außerhalb des Geltungsbereiches der Innenbereichssatzung für den Ortsteil »Tengling-Egart«. Die Ratsmitglieder verwiesen vor allem auf die zahlreichen Bezugsfälle bei einer Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens – und verweigerten es darum. In der Sitzung kam aus dem Gremium der Vorschlag, das auf dem Grundstück bestehende alte Wohngebäude abzureißen und das geplante Wohnhaus an gleicher Stelle im Innenbereich zu errichten.

Apfelbäume am Spielplatz sollen stehen bleiben

Bürgermeisterin Ursula Haas sprach in der Sitzung einen anonymen Brief an, der in der Gemeinde eingegangen ist. Der Schreiber fordert die Kommune zu Geldgeschenken an Familien mit neugeborenen Kindern auf. Solche seien aber aufgrund der Haushaltslage der Gemeinde Taching nicht möglich, so Haas.

Die Rathauschefin informierte auch darüber, dass einige Eltern darum gebeten haben, die Apfelbäume beim Spielplatz in Tengling zu fällen. Ihre Begründung: Im Herbst kümmere sich niemand um die reifen Äpfel, und das Fallobst ziehe viele Wespen an – eine Gefahr für die spielenden Kinder. Das Gremium sprach sich deutlich gegen eine Fällung aus. Es wurde vorgeschlagen, den Gartenbauverein zu bitten, sich um die Bäume zu kümmern.

Außerdem sprach Bürgermeisterin Haas die geplante Ehrenamtscard des Landkreises Traunstein an; verdiente Ehrenamtliche sollen sie bekommen. Ihnen winkt dann freier Eintritt zu Bergbahnen, Museen und sonstigen, öffentlichen Einrichtungen. Der Gemeinderat solle sich demnächst Gedanken darüber machen, ob und zu welchen Bedingungen man gemeindliche Einrichtungen zur Verfügung stellen könnte.

Geschäftsleiter Franz Röckenwagner gab außerdem einige Beschlüsse aus den vorhergehenden, nicht-öffentlichen Sitzungen bekannt, deren Gründe für eine Geheimhaltung weggefallen sind. Als neuen Bauhofmitarbeiter mit Führungsfunktion hat die Gemeinde Peter Staller eingestellt. Die Kommune hat außerdem die Ingenieurgesellschaft SAK Traunstein mit der Erschließungsplanung für die vier Bauparzellen »Am Fischl« in Tengling beauftragt. Die Firma Allgaier aus Tittmoning erhielt den Auftrag zum Bau von zwei Edelstahl-Sprungtürmen für die gemeindlichen Seebäder.