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Tourismus-Fusion zum Jahreswechsel

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Traunstein – Bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands Traunstein des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands kritisierte Vorsitzender Peter Stocker erneut den »Event-Bauernhof« Pitzlloch (wir berichteten mehrfach). Landrat Siegfried Walch wollte zum laufenden Verfahren keine Stellungnahme abgeben, aber er versprach, sich des Themas anzunehmen.


Dagegen berichtete er zur Fusion der beiden Tourismusverbände Chiemgau und Chiemsee-Alpenland von sehr positiven Gesprächen. Er gehe davon aus, dass die Fusion zum Jahreswechsel stattfinden werde. Die beiden Landräte von Traunstein und Rosenheim hätten sich die Zusammenlegung der Tourismusverbände auf die Fahnen geschrieben und es gebe in der Zwischenzeit weitere Arbeitsrunden, um die Voraussetzungen für diese Fusion vorzubereiten.

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Erfreut nahmen die Wirte zur Kenntnis, dass die Vermarktungs-Maßnahmen des neuen Großverbandes eng mit den Leistungsträgern und Betrieben koordiniert werden sollen. Aktuelle und zufriedenstellende Zahlen und Vorhaben wurden vom Tourismusband Chiemgau vermeldet. Weitere Informationen kamen von Verena Fritz zum Thema »Brandschutz: wie behördliche Auflagen nicht erdrückend werden« und von der Stellvertretenden Bezirks-Geschäftsführerin Katharina Freund zum Mindestlohn, zur Allergenkennzeichnung und zur neuen Ausbildungsvergütung.

Kreisvorsitzender Peter Stocker ehrte im Rahmen der Kreisversammlung auch zahlreiche Mitgliedsbetriebe, die bereits seit 40 und 50 Jahren dem Traunsteiner BHG-Kreisverband angehören. Für 60 Jahre Mitgliedstreue wurden geehrt der Gasthof Rührgartner aus Traunstein, das Hotel Ruhpoldinger Hof in Ruhpolding, das Hotel Unterwirt in Reit im Winkl, der Alpengasthof Hindenburghütte in Reit im Winkl, die Gaststätte Beilmaier in Trostberg und der Gasthof Steinberger Alm in Ruhpolding. Die Ehrungen nahmen persönlich entgegen Josef Beilmaier aus Trostberg, Maria Steffl aus Ruhpolding, Rudolf Trinkberger aus Palling, Georg Gruber aus Weibhausen und Günter Dirnhofer aus Reit im Winkl.

Der BHG-Bezirksvorsitzende und Kreisvorsitzende von Rosenheim, Franz Bergmüller, erläuterte in seinem Grußwort die Verordnung und den Regulierungswahn für das Gaststätten-Gewerbe. Das Wirtshaussterben nehme immer schlimmere Ausmaße an. In seinen weiteren Ausführungen erläuterte Kreisvorsitzender Peter Stocker unter anderem die Mitgliederentwicklung (derzeit hat der Kreisverband 193 Mitglieder), die Schwierigkeiten, trotz Ausbildungsbörsen-Besuchen neue Lehrlinge zu bekommen, die Zusammenarbeit mit den übergeordneten BHG-Stellen und den Neubau der BHG-Hauptgeschäftsstelle in München für 15 Millionen Euro. Weitere Themen waren die Schwarzgastronomie, das IRS-18-Reservierungssystem und eine Studie zum Thema Wirtshaussterben. Den Kassenbericht gab Josef Trummer aus Übersee ab. hö