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Tourismus wird mit 150 000 Euro gefördert

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Grassau – »Gesehen als Wirtschaftseinrichtung ist der Tourismus in Grassau sehr gewinnbringend«, sagte Bürgermeister Rudi Jantke während der Haushaltsberatung im Marktgemeinderat. Rund neun Millionen Euro werden durch den Tourismus generiert. Insofern sei das Defizit im Tourismushaushalt als Wirtschaftsförderung zu sehen. Das Gremium stimmte deshalb einhellig dem Haushaltsplanentwurf »Tourismus« zu.


Vor der Beratung des Haushalts informierte Tourist-Informationsleiterin Christiane Lindlacher über die Aktivitäten für den Fremdenverkehr. »Gut gelaufen« sei das vergangene Tourismusjahr. Neben Gastgeberschulungen wurde auch wieder ein breites Freizeitangebot geschaffen. Die äußere Werbung erfolgte über die Verbände. An interner Werbung wurde der neue Imageprospekt erstellt, Alpenbenimmregeln, Aufkleber und Weihnachtskarten gedruckt sowie Streuartikel besorgt. Auch das Fernsehen entdeckte Grassau als Drehort für verschiedene Produktionen: für einen Krimi, eine Dokumentation über den Sommer im Chiemgau wie auch für die Sendung »Kesslers Expedition«. Geplant sei die Internetseite Smartphone-fähig zu gestalten.

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Die Wanderwegebeschilderung in Grassau sei fertig und in Rottau werde sie in diesem Jahr komplettiert, sagte Lindlacher weiter. Als große Veranstaltung steht heuer die Alpenwoche im Oktober mit Konferenz und Teilnahme von mehr als 400 Umweltspezialisten an.

Plus von drei Prozent bei Übernachtungszahlen

Bei den Gäste- und Übernachtungszahlen kann ein Plus von jeweils drei Prozent verzeichnet werden, so Lindlacher. Damit hält der positive Trend der vergangenen Jahre an. Ein großer Zuwachs sei bei den Privatvermietern und Ferienwohnungen von zehn Prozent zu verzeichnen. Die genauen Zahlen werden in einigen Wochen vorliegen. Ohne Zweitwohnungen konnten bislang rund 118 000 Übernachtungen und 35 000 Gäste gezählt werden. Mit Zweitwohnungen wird sich die Zahl voraussichtlich auf über 150 000 Übernachtungen belaufen.

Laut Jantke sei der Haushaltsansatz moderat. Eingerechnet wurde bei den Personalkosten von knapp 190 000 Euro die tarifliche Steigerung von drei Prozent. Für den Unterhalt von Freizeitanlagen werden 17 000 Euro veranschlagt und für die Werbung 32 500 Euro. Die innere Werbung, wie Plakate, Wanderungen, Veranstaltungskalender und auch für den Gästekontrolleur werden rund 30 000 Euro angesetzt. An die Werbegemeinschaft »6 am Chiemsee« werden anteilig 10 000 Euro gezahlt und an den »Chiemgau Tourismus« wird ein Beitrag von 22 000 Euro entrichtet. An Kurbeitrag werden voraussichtlich 90 000 Euro eingenommen und an Fremdenverkehrsbeitrag 150 000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Einnahmen auf 310 000 Euro und die Ausgaben auf 461 000 Euro. Bleibt ein offener Betrag von 150 000 Euro.

»Es gibt immer noch keine Zusammenarbeit«

Bürgermeister Rudi Jantke bemängelte, dass es immer noch keine touristische Zusammenarbeit rund um den Chiemsee gebe. Zum Grassauer Tourismus meinte er, dass alle touristischen Einrichtungen in erster Linie auch den Einheimischen zur Verfügung stehen und damit die Lebensqualität in der Gemeinde aufgewertet werde. Zudem sei die Wirtschaftseinrichtung sehr gewinnbringend und damit das Geld in den Tourismus gut investiert. Ohne Diskussion genehmigte der Gemeinderat den Haushaltsentwurf. tb