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Tourismus stand im Fokus der Jahresprüfung

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Biathlon Weltcup Ruhpolding - Biathlon Weltcup 2018/19
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Zuschauerränge in der Chiemgau-Arena (Foto: Ruhpolding Tourismus GmbH)

Ruhpolding – In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stand auch die Jahresrechnung 2017 auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Simon Geierstanger (CSU), berichtete, dass das siebenköpfige Prüfungsteam die Ausgabebelege auszugsweise geprüft habe und Fragen während des Prüfzeitraums geklärt worden seien.


Zunächst ging Geierstanger auf die Erledigung der Prüfberichte der Vorjahre ein. So wurde unter anderem die Feststellung getroffen, dass bei der konsequenten Ausnutzung der Skontoabzüge nun mit den häufig beauftragten Firmen Sonderregelungen mit einer längeren Skontolaufzeit getroffen werden konnten. Weiter hob er hervor, dass zum Thema Begrüßungsabende um ein neues Konzept gebeten wurde, es aber noch nicht da sei. »Die stillschweigende Absetzung sollte noch erläutert werden.«

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»Aufgrund der beschlossenen Umstrukturierung wurde ein Schwerpunkt der Prüfung auf die Abläufe im Tourismus gelegt, um künftige Entscheidungen zu begleiten«, betonte Geierstanger. Im Prüfbericht wurden die finanzielle Übernahme von Kosten für den Ärztekongress, wie beispielsweise für die Anmietung des Pfarrzentrums oder die Verpflegung im Kurhaus kritisiert. Zudem sollte bei der Abrechnung der »Britischen Meisterschaften« die Kalkulation für die kommenden Jahre geprüft werden, denn für 2017 waren nach Abschluss der Maßnahme noch verschiedene, nicht einkalkulierte Rechnungen zu bezahlen.

Angeregt wurde auch, dass bei der Vergabe von Werbeaufträgen geprüft werden soll, ob heimische Firmen wieder mehr berücksichtigt werden könnten, um »Strukturen vor Ort zu erhalten beziehungsweise zu stärken«. In den Blickwinkel der Prüfungen seien auch die Werbemaßnahmen für das »Knödeluniversum« gerückt, deren Aufwandskosten die Einnahmen deutlich überstiegen hätten. Dazu werde um Informationen zur weiteren Umsetzung gebeten. Wie Geierstanger weiter ausführte, habe die 2016 als nachhaltig geplante Veranstaltung »Sommerkino« bereits im vergangenen Jahr nicht mehr stattgefunden, was rückwirkend für das Jahr davor »eine Kostensteigerung der einmaligen Veranstaltung bedeutet«.

Auch die gemeindlichen Gesellschaften seien unter die Lupe genommen worden, für deren Prüfung die Beteiligungsberichte vorgelegen hätten. So wurde angeregt, beim Wohnbauwerk der Gemeinde die Rücklagen beziehungsweise die Rückstellungen für Instandsetzungen aufgrund des Alters der Gebäude zu erhöhen. Bei der »Ruhpolding Tourismus GmbH« (RTG) sei bei den Rechnungsstellungen durch einen Schweizer Unternehmensberater aufgefallen, dass die Prüfung einer Rechnung in Höhe von 7000 Euro nicht möglich war, da darin keine Angaben über Auftrag, Stundensätze, Arbeitszeiten oder ähnlichem nachvollziehbar gewesen seien. Die Freigabe der Rechnung werde daher kritisch gesehen.

Abschließend folgte der Gemeinderat der Empfehlung des Rechnungsprüfungsausschusses, die entstanden über- und außerplanmäßigen Ausgaben zu genehmigen, die Jahresrechnung 2017 festzustellen, und erteilte einstimmig die Entlastung. hab

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