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Tourismus in Grassau legte weiter zu

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Grassau – Die Entwicklung des Tourismus in Grassau sei sehr erfreulich, betonte Bürgermeister Rudi Jantke in der jüngsten Sitzung des Tourismusausschusses. Die Übernachtungen stiegen um acht Prozent und die Gästezahl um 4,6 Prozent.


Den Löwenanteil dieser Steigerung kann das Golf-Resort verbuchen, das 17 Prozent mehr Übernachtungen meldete. Dies zeige laut Jantke, wie wichtig es sei, dass der Betrieb gut laufe. Er informierte, dass das Hotel sein Bettenangebot um 100 Betten erweitern werde. 158 000 Übernachtungen im Jahr 2016 in Grassau und Rottau seien bei Weitem nicht so viel, wie nach der Wende. Damals kamen viele Besucher aus den neuen Bundesländern und es gab auch noch viel mehr private Vermieter in der Gemeinde.

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Jantke informierte, dass in einer der nächsten Marktgemeinderatssitzungen auch über die Anschaffung eines Loipenspurgeräts diskutiert werde. Landwirte sollen dabei informiert werden, dass die Haftung, wenn die Gemeinde eine Loipe spurt, bei der Gemeinde liegt und nicht beim Landwirt.

Detailliert stellte Christiane Lindlacher, Leiterin der Tourist-Information, die Arbeit der sechs Angestellten dar. In Rottau konnte die Tourist-Information neu gestaltet werden, in Untermoosbach wurde eine neue Webcam installiert. Geworben werde über vier Verbände und Werbegemeinschaften, darunter über das Ökomodell und die Werbegemeinschaft »6 am Chiemsee«.

Auch nach sechs Jahren und großer Hoffnung scheiterten die Fusionspläne von »Chiemgau Tourismusverband« und »Chiemsee Alpenland«, so Lindlacher weiter. Hierzu ergänzte Bürgermeister Jantke, dass die Hoffnung, mit den beiden Landräten eine Fusion der beiden großen Verbände zu erreichen, an Personalfragen scheiterte. Folglich versuchen die Gemeinden rund um den Chiemsee eine intensivere Zusammenarbeit. Jeweils zwei Bürgermeister aus dem Landkreis Rosenheim und Traunstein wurden zu Sprechern gewählt.

Man wolle nicht den Verband zu sprengen, betonte Jantke, vielmehr solle die Zusammenarbeit beider Verbände unterstützt werden. Als ungute Situation wertete Lindlacher auch die mangelnde Informa-tion hinsichtlich der touristischen Zusammenarbeit der oberen Achentalgemeinden. Hierdurch sei auch die weitere Zusammenarbeit der »6 am Chiemsee« ab 2018 noch offen.

Weiter verwies die Tourist-Info-Leiterin auf das vielseitige Veranstaltungsprogramm. Neu im Angebot sei eine Schnapsverkostung. Ein Veranstaltungshöhepunkt im vergangenen Jahr sei die AlpenWoche mit über 400 Teilnehmern gewesen. Auch die Fußballtrainingslager fanden großes Interesse. Darüber hinaus wurden ein Prospekt über das Naturschutzgebiet, ein Fremdsprachenflyer sowie Weihnachtskarten mit historischen Motiven aus Grassau und Rottau gedruckt. Die Streuartikel wurden durch Stofftaschen und Kaffeetassen ergänzt. Lindlacher informierte, dass die Chiemsee-Ringlinie und Achental-Linie gut genutzt wurden und auch der Biathlon-Shuttle kostendeckend fuhr.

Werbewirksam sei zudem die Filmproduktion »Der Chiemsee« im ZDF gewesen. Wie Christiane Lindlacher betonte, seien soziale Medien wichtig für die Werbung und auch die Internetseite werde stark nachgefragt, obwohl 2016 zum ersten Mal weniger Aufrufe gezählt wurden. Dies zeige deutlich, dass der Internetauftritt nun auch für Smartphones und Tablets angepasst werden müsse. tb