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Tourismus in der Gemeinde Petting im Aufwind

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Vorstand Josef Esterer überreichte für die gute Zusammenarbeit ein Geschenk an die Leiterin der Tourist-Information, Hilde Unrein. (Foto: Goldschalt)

Petting. Mehr Übernachtungen und auch wieder etwas mehr Gäste bei gestiegener Bettenzahl, so lautete in Kurzform die Bilanz des Vorsitzenden Josef Esterer in der Jahresversammlung des Pettinger Verkehrsvereins. In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Karl Lanzinger Vermieter und Vorstandschaft für ihren Einsatz im Verein. Die Gemeinde sei sich der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus bewusst, auch wenn man jedes Jahr etwas dazu beisteuern müsse. 2013 habe die Gemeinde 10 500 Euro zugezahlt. Für eine erfolgreiche Vermietung seien das gute Einvernehmen mit den Gästen und ansprechende Unterkünfte mit guter Einrichtung ausschlaggebend, sagte Lanzinger.


Dem Bericht des Vorsitzenden war zu entnehmen, dass die 21 992 kurbeitragspflichtigen Übernachtungen von 3008 Gästen (plus 1,9 Prozent) und die 4044 Übernachtungen von 508 beitragsfreien Kindern unter 10 Jahren ein Plus von 1600 Übernachtungen (plus 7,85 Prozent) bedeuten. Die Zahl der Gästebetten in 28 Wohnungen und 54 Betten standen in Ferienwohnungen bereit. Die übrigen Gästebetten verteilten sich auf neun Betriebe. Ebenfalls neun Betriebe hatten weniger als 50 Übernachtungen gemeldet. Hier sah Esterer noch »Luft nach oben«. Die fünf Campingplätze haben 100 Stellplätze mit 170 Betten.

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Der Neukundenanteil im Pettinger Tourismus liegt bei über 66 Prozent. Als Stammgäste halten nahezu 34 Prozent aller Gäste dem Ferienort Petting die Treue. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt sieben Tage. Aufgegliedert nach Altersgruppen weist die Statistik bei den Kindern bis 16 Jahre mit über 20 Prozent den größten Zuwachs aus, was man durchaus als Pluspunkt für den »familienfreundlichen Ferienort Petting« werten dürfe. Es folgen die Altersgruppen von 26 bis 35 Jahre und von 36 bis 45 Jahre mit jeweils einem Zuwachs von sieben Prozent.

Während Petting und Kühnhausen mit deutlich über 12 000 Übernachtungen weiterhin die Spitze halten, musste Ringham mit 14 Prozent weniger Gästen Einbußen hinnehmen. Musbach konnte mit einem Plus von 5 Prozent seinen Gästeanteil weiter ausbauen. Über 90 Prozent der Gäste kommen aus Deutschland, wobei Bayern mit über 6000 Gästen seit Jahren den größten Quellmarkt stellt, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Etwa zwei Prozent kommen aus dem Ausland. Die besten Monate waren der August mit 1290 und der Juli mit 982 Gästen.

Zwei Gäste wurden im vergangenen Jahr für 40-maligen und einer 45-maligen Aufenthalt in Petting geehrt. Bei der Kurkartenverlosung gewannen Familie Alexandra Prell aus Berlin bei Familie Mayr, Peterkain in Petting, Familie Sven Weidner aus Kirn-Sulzbach bei Familie Franz Kraller in Putzham und Familie Eberhard Drexler aus Weilheim bei Familie Johann Eder in Hainz am See. Wie jedes Jahr wurden auch 2013 die von Ute Künkele geführten Heidewanderungen angeboten. Die vier Wanderungen durch den Schönramer Filz waren von 49 Erwachsenen und 18 Kindern besucht.

In seinem Rückblick berichtete der Vorsitzende Josef Esterer von zwei Heimatabenden und drei Standkonzerten. Außerdem besichtigten Vereinsmitglieder einschlägige Einrichtungen in der Nachbarschaft und verschiedene Betriebe. Auch heuer will man wieder Besichtigungen und Ausflüge anbieten. Esterer kündigte auch an, dass man heuer wieder Kontrollen durchführen werde. Er legte den Vermietern dringend ans Herz, Gästeanfragen umgehend zu beantworten. 45 Prozent aller Reservierungen liefen auch inzwischen in Petting über das Internet. Und ein aktueller Belegungsplan sei sicher sinnvoll. Für die Vermieter stünden auch Musterverträge für Geschäftsbedingungen bereit, aus denen man unter anderem ersehen könne, ob man nicht unter Wert vermietet.

Entwicklung rund um den See bei Vortrag im Blick

Die Versammlung schloss mit einem umfangreichen Bericht von Oswald Pehel von der Tourist-Information Waging über die touristische Entwicklung rund um den Waginger See. Der versierte Fachmann zeigte den Vermietern eine Vielzahl von Möglichkeiten auf, ihre Werbung effizienter zu gestalten. Neue Themenschwerpunkte, wie geführte Pilgerwege zum Teil auch im Verbund mit dem Salzburger Land, Wandergenusswochen oder Radeln und Wandern mit neuem Kartenmaterial wird man die Region um den Waginger See verstärkt bekannt machen. Auch die erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Saison werden heuer wieder angeboten. hg