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Tourismus als Motor

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Ruhpolding. Zum letzten Mal in großer Runde veranstaltete der SPD-Ortsverband eine Wahlveranstaltung, diesmal im Hotel zur Post. Angesprochen waren besonders die Gewerbetreibenden.


Landratskandidat Sepp Konhäuser Konhäuser sagte, unsere »Industrie« sei auch der Tourismus. Es sei nämlich sehr schwierig, gerade in Ruhpolding Flächen als Gewerbegebiet auszuweisen. Für den Fremdenverkehr brauche man Hotels, und das sei nicht nur ein Ruhpoldinger Problem.

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Bürgermeister Claus Pichler sprach die Förderung des Tourismus als wichtigsten Wirtschaftszweig und die damit verbundenen Werbeauftritte an. Bei der Versorgung mit schnellem Internet sei immer noch unklar, wer wofür zuständig sei. Die Gemeinde habe nur die Möglichkeit, »dranzubleiben«.

Die Gemeinde brauche zukünftig Kapital, das durch den Tourismus nicht zu generieren sei, meinte Georg Hofmann. Rund 15 Millionen Schulden würden zu Buche schlagen. »Ich will das nicht der SPD anlasten, sondern dem Gemeinderat«, sagte er weiter. Zusätzliche Gewerbegebiete auszuweisen wäre seiner Meinung nach eine der wichtigsten Aufgaben. Die meisten Kredite habe die Gemeinde umschulden können, antwortete der Bürgermeister. Dies sei momentan wegen der Finanzlage sehr günstig. Der Schuldendienst sei aber nicht zurückgefahren worden, wodurch die Tilgung noch höher sei als bisher. »Dadurch kommen wir schneller von den Schulden runter«.

Herbert Fritzenwenger junior monierte, dass das Projekt eines Bauwerbers in Maier-gschwendt abgelehnt wurde. Dieser habe die Gemeinderäte darüber in einem persönlichen Brief informiert. Maier-gschwendt sei Außenbereich und letztlich habe das Landratsamt die Genehmigung verweigert, so das Gemeindeoberhaupt. Gegen eine Erweiterung des Hotels hätte das Landratsamt auch keine Einwände gehabt, aber gegen die Errichtung weiterer Gebäude. Die anwesenden Gemeinderäte widersprachen zudem der Darstellung, vom Bauwerber angeschrieben worden zu sein. Alfons Pichler bemerkte zum Tourismus: »Wir haben noch einige Stellschrauben, an denen wir drehen können.« Für ihn zeichne sich der Trend ab, dass die Kleinvermieter aussterben würden. Dagegen sprach sich der Bürgermeister für »eine Vielfalt des Angebotes, einschließlich der Kleinvermieter« aus. Nach weiteren Diskussionsbeiträgen endete ein dreistündiger, interessanter Informationsabend. hab