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»Tourismus als Mannschaftssport«

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Unterwössen. Unterwössens Bürgermeister Ludwig Entfellner hat das Thema Tourismus zur Chefsache erklärt. Eine neue Organisationsstruktur soll für frischen Wind sorgen und neue Wege eröffnen.


Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine Grundsatzentscheidung für einen breit aufgestellten Tourismusbeirat mit diversen sachkundigen Verantwortungsträgern. Der Bürgermeister: »Ich sehe den Tourismus als Mannschaftssport.«

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»Wir müssen unsere Hausaufgaben machen«

Schon in den ersten Wochen seiner Amtszeit sei das Thema Tourismus immer präsent gewesen, so Entfellner. Das habe ihn zu den Überlegungen veranlasst, wie ein zeitgemäßes Arbeitsgremium aussehen könnte. Zunächst ließ der Bürgermeister in der Sitzung die »rasanten Entwicklungen« im Tourismus in den vergangenen Jahrzehnten Revue passieren.

Veränderungen im Urlaubsverhalten, überholte Strukturen und Organisationsformen erforderten nach seinem Dafürhalten eine Neuorientierung. »Wir müssen innerörtlich unsere Hausaufgaben machen, um die Gäste zu halten«, so Entfellner.

Seiner Meinung nach könnten alle touristischen Kräfte im Ort dafür in einem Tourismusbeirat unter der Leitung des Bürgermeisters und der Tourist-Infos sowie der Mitarbeit der Gemeinderäte, des Bauhofs, der Verwaltung und des Verkehrsvereins Oberwössens gebündelt werden.

Als wichtigste Mitarbeiter in einem solchen Gremium sieht der Bürgermeister zusätzlich die Fachleute, zum Beispiel für Rad, Berge, Wasser. Bei Bedarf sollten sie mit »ins Boot« geholt werden. Eine interkommunale Zusammenarbeit hält er zwar punktuell für sinnvoll, sie sollte aber nicht auf eine Zwischenorganisation zwischen Gemeinde und Chiemgauverband hinauslaufen.

Ab November soll es konkret werden

Alle Gemeinderäte waren mit der beabsichtigten Organisationsstruktur eines Tourismusbeirats grundsätzlich einverstanden und sahen darin ein »belebendes Element«. Ab November sollen diese Strukturen dann konkretisiert werden. Bis dahin seien erste Gespräche mit den Beteiligten und interessierten Fachleuten geplant. bvd