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Toter Hase im Grab

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Das sind die sterblichen Überreste eines Hasen, den eine Trostbergerin im Grab ihrer Familie entdeckt hat. Wer das Tier, dem Vorderläufe und Kopf abgetrennt worden sind, dort »beerdigt« hat, ist unbekannt.

Trostberg – Es ist ja bekannt, dass so manche Tiere die Friedhöfe als Lebensraum nutzen. Doch dass sie im Falle ihres Todes dort auch begraben werden, ist nicht üblich. Einen derart ungewöhnlichen Fall gab es aber jetzt in Trostberg:


Eine Trostbergerin – ihr Name ist der Redaktion bekannt – wollte das Grab ihrer Familie für Allerheiligen herrichten und schmücken. Dazu verwendete sie auch einen kleinen Handrechen, um die Erde aufzulockern und gleichmäßig zu verteilen. Plötzlich spürte sie einen Widerstand. Deshalb grub sie an dieser Stelle etwas tiefer und entdeckte einen toten Hasen – zumindest den überwiegenden Teil des Tieres, denn es fehlten der Kopf und die Vorderläufe. All zu lange kann das Tier dort noch nicht begraben gewesen sein, sie habe noch relativ frische Blutspuren an dem Körper entdeckt, berichtete die Frau unserer Zeitung.

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Die Todesursache des Hasen ist unklar, angesichts des fehlenden Kopfes spricht jedoch einiges dafür, dass er gewaltsam ums Leben gekommen sein dürfte. Warum er dann auch noch in dem Grab »beerdigt« worden ist, darüber kann die Trostbergerin nur rätseln.

Dabei gibt es schon ein anderes Rätsel um dieses Grab, das die Trostbergerin seit einem Jahr beschäftigt. Denn auch Ende Oktober 2014 geschah hier Ungewöhnliches: Als sie einige Tage vor Allerheiligen auf den Friedhof ging, um das Grab zu schmücken, stellte sie zu ihrem Erstaunen fest, dass das schon jemand anderes getan hatte. Sauber hergerichtet und frisch bepflanzt fand sie die letzte Ruhestätte ihrer Vorfahren vor. Natürlich legte sie auch ihren Grabschmuck nieder. Am Tag vor Allerheiligen war dann die von Unbekannten vorgenommene Bepflanzung wieder weg.

Natürlich wüsste die Frau gerne, wer sich damals an dem Grab zu schaffen gemacht hatte, ebenso, wer den Hasen dort vergraben hat. Dass sich die Verantwortlichen melden, dürfte aber mehr als zweifelhaft sein. Was auch interessant wäre: Wo ist die zweite Hälfte des Mümmelmanns? m